Werkzeugaufnahmen Die richtige Wahl der Spannmittel verkürzt die Bearbeitungszeit
Wenn ein Formenbaubetrieb seine Produktivität im Bereich der Fräsbearbeitung steigern will, so sollte das Verbesserungspotenzial nicht alleine beim bestehenden Maschinenpark gesucht werden. Auch die Werkzeugaufnahmen können einen Produktivitätsschub initiieren und im Idealfall die Bearbeitungszeit fast halbieren.
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Die Langer GmbH & Co. KG ist ein in Illmensee ansässiger Modell- und Formenhersteller. Das Angebotsspektrum reicht von der Entwicklung über den Bau von Prototypen- und Serien-Spritzgießwerkzeugen bis zur Abmusterung der Vorserien und der Kleinserienfertigung. In der Formenbauabteilung nimmt die mechanische Fertigung der Formwerkzeuge eine zentrale Position ein. Es gilt, in möglichst kurzer Zeit Spritzgießwerkzeuge zu fertigen, die den hohen Ansprüchen der Kunden – meist aus der Automobilbranche – genügen.
Richtige Werkzeugaufnahmen sichern die Qualität
Ein Mittel zur Qualitätssicherung stellen die Werkzeugaufnahmen von Haimer dar (Bild 1). Die Daten aus der Konstruktionsabteilung in qualitativ hochwertige Werkzeuge aus Aluminium-Knetlegierungen oder Formenstahl der Typen 2312 und 2767 umzusetzen, ist dabei das Hauptgeschäft bei der NC-Bearbeitung.
Die Langer-Experten wissen, dass die Ausstattung mit qualitativ hochwertigen Maschinen, Werkzeugaufnahmen und Werkzeugen ein Faktor ist, der sich unmittelbar auf die Durchlaufzeit auswirkt. So stehen in ihrem Zuständigkeitsbereich heute sechs moderne, drei- bis fünfachsige Bearbeitungszentren von DMG, Mikron und Hermle zur Verfügung (Bild 2 – siehe Bildergalerie).
Einführfase beim Fräsereingang sorgt für stabilen Prozess
Während auf der Werkzeugseite verschiedene hochwertige Fabrikate zum Einsatz kommen, setzt Langer in puncto Werkzeugaufnahmen seit etwa vier Jahren auf die Produkte von Haimer, wie etwa auf die Power Shrink Chucks. Grund für diese entscheidende Umstellung waren Unzulänglichkeiten bei den bis dahin eingesetzten Schrumpfmuttern. Denn diese Systeme verloren schon nach verhältnismäßig wenigen Schrumpfzyklen ihre Haltekraft.
Ein Umstand, der bei den Haimer-Produkten bisher nicht festzustellen ist. Der Grund dafür liegt im hochwertigen Stahlwerkstoff, den Verarbeitungsbedingungen und in den konstruktiven Unterschieden. Wichtig ist zum Beispiel eine enge Passbohrung, die das Werkzeug in einem möglichst langen Bereich umfasst.
Damit eine solche Bohrung auch wunschgemäß ausgeführt werden kann, spielt die Einführfase beim Fräsereingang eine wesentliche Rolle. Hier entscheidet sich, wie groß die Auskraglänge und damit die Steifigkeit des Werkzeuges während des Bearbeitungsprozesses ist. Es gibt Hersteller, die sehen für die Einführfase an ihrer Schrumpfmutter eine Länge von 5 bis 10 mm vor. Folglich kommt es beim Fixieren des Werkzeuges in diesem Bereich zu keiner ausreichenden Klemmspannung und die nötige Haltekraft kann sich nicht ausbilden. Außerdem wird die Auskraglänge des Werkzeuges bei diesen Konstruktionen unnötig erhöht.
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