Innovationsförderung Die richtigen Voraussetzungen für Innovationen schaffen

Redakteur: Claudia Otto

Obwohl es für Innovationen kein Rezept gibt, sind bestimmte Praktiken hilfreich, um die Bedürfnisse der Kunden besser zu verstehen und zu befriedigen. Zur Innovationskunst gehört es aber auch, sich mit der Entwicklung neuer Technik zu befassen, bevor diese vom Kunden verlangt wird.

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Offene, ungefilterte Kommunikation ist entscheidend, um zur bestmöglichen Lösung für kundenzentrierte Entwicklungsaufgaben zu kommen. (Bild: Swagelok)
Offene, ungefilterte Kommunikation ist entscheidend, um zur bestmöglichen Lösung für kundenzentrierte Entwicklungsaufgaben zu kommen. (Bild: Swagelok)

„Wenn ich meine Kunden gefragt hätte, was sie wollten, hätten sie gesagt, ein schnelleres Pferd.“ Dieses Zitat von Henry Ford führt in Technologieentwicklungskreisen sicher zu einer Debatte, wie Unternehmen an den Innovationsprozess herangehen sollten. Sollte man direkt auf Kundenwünsche eingehen und bestimmte Herausforderungen ansprechen? Sollte man unter Vorwegnahme von Marktbedürfnissen gewisse Risiken eingehen, wie Ford es mit Automobilen tat?

Es gibt keine klare Antwort. Unternehmen realisieren Innovationen oft durch eine Kombination aus Marktforschung, interner Ideenschöpfung, Kundenwünschen und verschiedenen anderen Faktoren. Oft werden innovative Lösungen auch durch Zufall entdeckt.

Es gibt keine Rezepte für einen methodischen Innovationsprozess

Obwohl es kein Rezept für einen methodischen Innovationsprozess gibt, können Unternehmen von einigen bewährten Praktiken profitieren, wenn sie auf Wünsche von Kunden eingehen (siehe Kasten).

Das Befolgen eines aus diesen Schritten bestehenden, disziplinierten Verfahrens kann Unternehmen dabei helfen, effektiv auf Kundenanfragen nach neuen Lösungen zu reagieren. Außerdem kann der Prozess die Beziehung zwischen Kunden und Entwickler stärken und zu zukünftiger Zusammenarbeit und beidseitigem Erfolg führen.

Das Finden einer Lösung für die Herausforderung eines Kunden beginnt mit einem klaren Verständnis der Bedürfnisse des Kunden – der echten Bedürfnisse, nicht nur der angegebenen. Entwickler sollten nicht einfach auf den Wunsch reagieren. Sie müssen zuerst tief gehende Fragen stellen, um den Kontext zu klären.

Tief gehende Fragen führen Entwickler zu den Wünschen der Kunden

Beispielsweise: Warum brauchen Sie das gewünschte Produkt oder die Technologie? Wie passt es/sie in ein komplettes System? Welche Prozesse wirken sich auf seine/ihre Leistung aus? Welche Alternativen haben funktioniert und/oder sind fehlgeschlagen? Beim Gewinnen dieser umfassenden Einblicke kann sich zeigen, dass es eine vollständigere Lösung gibt als eine, die nur den anfänglichen Wunsch des Kunden erfüllt.

Beispielsweise wurde das Unternehmen Swagelok von einem Kunden nach einem bestimmten Instrumentierungskugelhahn aus Hastelloy zum Einsatz mit Sauergasanwendungen gefragt. Da Sauergas sowohl giftig als auch korrosiv ist, müssen die Hahnkomponenten aus extrem korrosionsbeständigen Werkstoffen gefertigt sein, um sicherzustellen, dass das Gas ganz eingeschlossen wird.

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