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Wurzelsünde 6: Invidia (Neid, Missgunst, Eifersucht)
Sich im Wettstreit mit anderen Menschen zu messen und ihnen nachzueifern, das scheint eine zentrale Triebfeder der Menschen zu sein (... und hierauf basiert auch die Marktwirtschaft).
Zerstörerisch wird dieser schöpferische Trieb jedoch, wenn daraus die Maxime resultiert: Ich muss stets der Beste, Tollste, Erfolgreichste sein. Denn dann erwächst hieraus Missgunst und Eifersucht. Das heißt: Dem anderen wird dessen Erfolg nicht mehr gegönnt, weil er scheinbar den eigenen infrage stellt. Also muss der Erfolg des anderen entweder zerstört oder relativiert, also verkleinert werden, damit er das eigene Ego nicht zerfrisst.
Das macht es unmöglich, vom anderen zu lernen und mit ihm eventuell eine Allianz zu schmieden, von der alle Beteiligten profitieren. Denn Neid lässt Gemeinsamkeit nicht zu. Er zerstört jeder Form der Kooperation.
Um gegenzusteuern, sollten sich Manager ihre eigenen Erfolge bewusst machen statt stets auf die Erfolge anderer zu starren. Anderen Menschen und Organisationen ist ihr Erfolg zu gönnen. Denn auch sie haben ihn sich verdient.
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