Safety Die zehn meistgestellten Fragen zur neuen EN ISO 13849
Seit einigen Monaten beantworten Safety-Fachleute des Automatisierungstechnik-Herstelles Bosch Rexroth online Fragen rund um die neue EN ISO 13849. Dieser Artikel fasst die zehn „brennendsten“ Fragen und die Antworten der Rexroth-Experten zusammen.
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Auch wenn die Konformitätsvermutung der EN 954-1 für Spezialfälle um zwei Jahre auf den 31. Dezember 2011 verlängert wurde, sind viele Maschinenbauer genötigt, bereits jetzt die EN ISO 13849 anwenden. Denn eine ständig wachsende Zahl von verbindlichen Produktnormen nimmt Bezug auf die EN ISO 13849.
Darüber hinaus schreibt die Maschinenrichtlinie vor, den aktuellen Stand der Technik umzusetzen. Die Safety-Fachleute von Bosch Rexroth empfehlen deshalb, allein schon aus Produkthaftungsgründen die EN ISO 13849 einzusetzen.
Seit einigen Monaten haben Anwender die Möglichkeit, Fragen rund um die EN ISO 13849 an Sicherheitsexperten von Bosch Rexroth zu stellen. Nachfolgend haben wir die zehn häufige Fragen und die Antworten zusammengestellt.
1. Welche wichtigen Neuerungen bringt die EN ISO 13849 im Vergleich zur EN 954-1?
Die EN ISO 13849 ist ein Handlungsfaden, der die Sicherheit aller Maschinen systematisch verbessert. Für Maschinen mit bewährten Sicherheitstechnologien erzeugt sie einen quantitativen Nachweis. Bei Maschinen mit Schwachstellen kann der Konstrukteur klare Empfehlungen für notwendige Verbesserungen ableiten.
Die wesentliche Neuerung betrifft die Einbeziehung wahrscheinlichkeitstheoretischer Ansätze. Die Beurteilung der Sicherheit erfolgt auf Basis der Ausfallwahrscheinlichkeit der Bauteile - also auf statistisch errechneten Zuverlässigkeitswerten.
Darüber hinaus müssen Konstrukteure Maßnahmen zur Vermeidung und Beherrschung von Fehlern umsetzen. Hierzu zählt insbesondere die Umsetzung von qualitätssichernden Entwicklungsprozessen sowie die Dokumentation dieser Prozesse.
Im Gegensatz zur EN 954-1 werden in der EN ISO 13849 Anforderungen an programmierbare Sicherheitskomponenten gestellt. Dies gilt nicht nur für Hersteller, sondern auch für die Anwender programmierbarer Komponenten.
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