Composite-Erkenntnis Diese Composite-Trends jetzt als Chance nutzen

Autor / Redakteur: F. Stephan Auch / Peter Königsreuther

Im Lauf der Zeit hat ein Maschinenbauer jetzt entdeckt, dass vier Umstände ausreichen, um den Schritt vom reinen Pressenhersteller zum Komplettanbieter für die Composite-Verarbeitung zu wagen.

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Wickert, ein Hersteller von Pressen für die Kunststoff- und Composite-Verarbeitung (Bild), hat die Erkenntnis erlangt, dass es nicht mehr ausreicht, nur Maschinen anzubieten. Er will sich deshalb vom Pressenhersteller zum Komplettanbieter mausern.
Wickert, ein Hersteller von Pressen für die Kunststoff- und Composite-Verarbeitung (Bild), hat die Erkenntnis erlangt, dass es nicht mehr ausreicht, nur Maschinen anzubieten. Er will sich deshalb vom Pressenhersteller zum Komplettanbieter mausern.
(Bild: Wickert)

Der Leichtbau mit faserverstärkten Kunststoffen (FVK) gilt unter anderem als Schlüsselfaktor, um die Klimaziele zu erreichen. Viele Erfolge konnten bereits im Fahrzeug- und Flugzeugbau gefeiert werden. Mittlerweile gibt es nach Erkenntnis des Pressenherstellers Wickert Maschinenbau im Composite-Sektor allerdings ein Quartett von Trends, wegen dem es sich lohnt, mehr im Angebotsportfolio zu haben, als nur Maschinen.

Diese Trends beeinflussen die Composite-Zukunft:

  • Trend Nummer 1 – Fachkräftemangel: Eine Entwicklung, die man als Chance nutzen wird, ist die Tatsache, dass es an Fachpersonal mangelt. Viele Anwender können sich gar nicht mehr so intensiv mit der Compositeverarbeitung auseinandersetzen, wie es sein müsste;
  • Trend Nummer 2 – Maschinenflexibilität: Der zweite Trend betrifft den Wunsch der Anwender nach möglichst flexibel einsetzbaren Fertigungssystemen für faserverstärkte Kunststoffteile;
  • Trend Nummer 3 – Matrixwende: Die letzten Jahre bescherten den Composites mit thermoplastischer statt duromerer Matrix Aufwind. Denn sie können leichter recycelt werden und sind immer wieder aufschmelzbar;
  • Trend Nummer 4 – Naturfaser-Boom: Der vierte und letzte Trend, der zum Umdenken verleitet, sind Naturfasern. Ihnen prognostiziert auch das Nova-Institut ein zwar mittelfristiges, aber stetig wachsendes Marktvolumen. Außerdem sind es nachwachsende Rohstoffe.

Der Maschinenbauer Wickert reagiert schon darauf:

Auf Trend 1: Hier sieht Wickert, eigentlich für seine Pressen bekannt, die Möglichkeit, mithilfe der eigenen Experten potenziellen Kunden unter die Arme zu greifen, denen die Spezialisten fehlen. Das Ergebnis sind leicht bedienbare, individuell konzipierte sowie möglichst weitgehend automatisierte Turn-key-Maschinen.

Auf Trend 2: Mit wenig Aufwand kann man zusätzliche Prozesse integrieren. Das Spektrum reicht vom Resin Transfer Molding (RTM) über das Reaction Injection Molding (RIM) bis zu zur Polyurethan-Spritzeinheit.

Auf Trend 3: Mit Blick darauf, hat Wickert nun auch Systeme im Angebot, mit denen thermoplastische Composites fast ohne viel Materialverschnitt in praktisch einsatzfähige Bauteile verwandelt werden können.

Auf Trend 4: Das Unternehmen hat nach eigener Aussage bereits Anlagen zu bieten, die auch die typischen Naturfasern, wie Hanf, Sisal, Jute oder Kenaf, verarbeiten können.

Und wenn nötig, heißt es abschließend, kann der Maschinenbauer seine Pressen und Peripheriesysteme mit übergeordneten Prozessleitsystemen automatisieren – ganz im Sinne einer Smart Factory.

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Über den Autor

 F. Stephan Auch

F. Stephan Auch

Journalist, auchkomm Unternehmenskommunikation