EMO unterstützt Diese Maßnahmen helfen gegen den Fachkräftemangel

Von Daniel Schauber 8 min Lesedauer

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Wie lässt sich trotz Fachkräftemangel meine Produktion sicherstellen? Zum Glück gibt es Antworten. Einige werden auf der EMO Hannover 2023 vom 18. bis 23. September gegeben. Hier ein Ausblick.

Was kann man gegen den allgegenwärtigen Fachkräftemangel als produzierendes Unternehmen tun? Antworten will die EMO Hannover 2023 geben. Hier aber schon vorab einige Tipps. Remote Support, wie er von Trumpf gehandhabt wird, ist zum Beispiel ein Mittel gegen Personalprobleme.(Bild:  Trumpf)
Was kann man gegen den allgegenwärtigen Fachkräftemangel als produzierendes Unternehmen tun? Antworten will die EMO Hannover 2023 geben. Hier aber schon vorab einige Tipps. Remote Support, wie er von Trumpf gehandhabt wird, ist zum Beispiel ein Mittel gegen Personalprobleme.
(Bild: Trumpf)

Abhilfe bei Fachkräftemangel schaffen vor allem kreative Ausbildungskonzepte. Doch auch innovative Technik wie vollautomatisierte Produktionsmaschinen oder Fernwartung hilft weiter. Auf der Weltleitmesse für Produktionstechnologie EMO Hannover kann man sich deshalb bald unter dem Claim „Innovate Manufacturing“ mit den neuesten Trends der industriellen Produktion und der effektiven Zusammenarbeit von Mensch und Maschine vertraut machen. Denn die Auftragsbücher sind prallvoll, aber es fehlt qualifiziertes Personal, um die Jobs zügig abzuarbeiten. Dieses Problem kennen viele Unternehmen. Wenn die eigenen Fachkräfte am Rande der Belastungsgrenze sind, müssen Ressourcen von außen abrufbar sein, um die Produktion zu sichern. Das gilt besonders, wenn Fachleute rar sind, die defekte Maschinen reparieren können. Eine effektive Fernwartung kann das Problem ausgleichen.

Der Support aus der Ferne spart nicht nur Zeit

Schnell auf mögliche Störungen in der Produktion zu reagieren, ohne vor Ort zu sein, ist bei unvorhergesehenen Maschinendefekten heute möglich. Die Grob-Werke, Hersteller von Produktions- und Automatisierungssystemen mit Sitz in Mindelheim, haben mit Fernwartung jedenfalls gute Erfahrungen gemacht. „Unsere Mitarbeiter können per Ferndiagnose auf Bauteile und Steuerungen des Kunden zugreifen. Das spart natürlich nicht nur dem Kunden Zeit“, registriert Christian Müller, Geschäftsführer Vertrieb der Grob-Werke. In Anbetracht des Fachkräftemangels ist Grobs Fernwartungsunterstützung sehr wertvoll, denn auch das eigene Fachpersonal spart Zeit und Kilometer. „Die Zeit, die durch fehlende An- und Abfahrt gespart wird, kann direkt in den nächsten Auftrag einfließen“, betont Müller. Das Grob-Personal könne so in kurzer Zeit deutlich mehr Aufträge abarbeiten.

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Auch der Werkzeugmaschinenhersteller Trumpf, bekannt für Blechbearbeitungssysteme und Lasermaschinen, vertraut auf die Fernwartung, um Maschinen bei Kunden trotz fehlender Fachkräfte produktiv bleiben zu lassen. „Bei unserem Remote Support können sich unsere Experten quasi auf die Maschine des Kunden aufschalten und die Ursache beheben, oder über Visual Assistance remote anleiten, damit der Kunde das Problem selbst aus der Welt schafft“, erklärt Alexander Kunz, Leiter der Smart Factory bei Trumpf. Ein Servicetechniker ist vor Ort dann oft nicht erforderlich und die Mitarbeiter an der Maschine können ihre Arbeit schneller wieder aufnehmen.

Fachkräftemangel durch Automatisierung abschwächen

Auch mit Vollautomatisierung können Unternehmen dem Fachkräftemangel entgegentreten. Digitale Vernetzung und Automatisierung sind für Unternehmen die Schlüssel, um ein Defizit an Fachpersonal zumindest teilweise auszugleichen. „Rund 80 Prozent der Durchlaufzeit eines Auftrags entfallen auf unproduktive Nebenzeiten, beispielsweise Laufzettel suchen oder Transportwagen holen. Mit der Digitalisierung hier Zeit gespart und die Arbeitskraft wertschöpfender eingesetzt werden“, so der Trumpf-Manager Kunz.

Automatisierung helfe, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, weil sie viele Tätigkeiten vereinfache und deshalb Zeit spare. Oft könnten schon kleine Automatisierungsmaßnahmen dazu beitragen, die Produktivität enorm zu steigern. „Generell beobachten wir, dass früher Automatisierung gekauft wurde, um Personal zu sparen. Heute wird sie gekauft, weil man kaum noch Personal findet“, resümiert Kunz.

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