Anbieter zum Thema
Maschinenmodell in Echtzeit steuern
Auf Grundlage ihrer CAD-Konstruktionsdaten kann ein Simulationsmodell der Maschine innerhalb nur weniger Tage und unter Einsatz gängiger IT-Hardware erstellt werden. Dabei wird das auf einem Rechner laufende Simulationsmodell der Maschine mit Hilfe der Simulationssoftware Simit an eine echte Steuerung, beispielsweise eine Sinumerik, angeschlossen. Auf diesem Wege können das Maschinenmodell in Echtzeit gesteuert und umfassende Daten zu dessen Verhalten erfasst werden.
Diesen Ansatz von Siemens hat bereits der Maschinenbauer Kapp Nilesaus Coburg (auf der EMO in Halle 4, Stand C12/D13) im Rahmen eines Pilotprojekts erprobt. Aus den CAD-Konstruktionsdaten des Schwenkladers des Verzahnungszentrums KX100 Dynamic haben die Spezialisten für Schleifmaschinen mit Hilfe des Mechatronics Concept Designers zunächst ein 3D-Modell erstellt, das schrittweise um Aktoren und Sensoren sowie die physikalischen Eigenschaften wie Achsen, Gelenke und Federn ergänzt wurde.
Nach der Ausarbeitung der Elektro- und Hydraulik-Konstruktion in Eplan haben die Entwickler das vollständige Maschinen-Modell im Mechatronics Concept Designer konsolidiert und in ein virtuelles Modell überführt. Mit Hilfe der Software PLC-Connect und Simit wurde die virtuelle Maschine schließlich an eine reale Steuerung angeschlossen.
Integrierte Automatisierung von Werkzeugmaschine und Roboter
Auch für die Umgebung der Werkzeugmaschine stellt Zoll eine neue Lösung vor. Gemeinsam mit Kuka Roboter hat Siemens für die integrierte Automatisierung von Werkzeugmaschinen und Robotern die Schnittstelle Run MyRobot entwickelt.
Damit können sowohl die Werkzeugmaschine als auch der Roboter allein über die CNC-Steuerung programmiert, bedient und überwacht werden.
Einen Überblick über den aktuellen Status von Werkzeugmaschine und Roboter liefert ein gemeinsamer Monitor, auf dem die Funktionen parallel angezeigt werden. Zielgruppe sind vor allem Branchen mit hohen Automatisierungsanforderungen und der Leichtbau.
„Für einen Einsatz von Robotern muss das Personal normalerweise eigens geschult und trainiert werden. Mit dieser Lösung kann der Bediener den Kuka-Roboter an die Werkzeugmaschine anpassen und dabei in seinem gewohnten Programmier-und Bedienumfeld bleiben!“, sagt Zoll.
(ID:43514076)