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Maschine trifft Digitalisierung

Digitalisierung rund um die Werkzeugmaschine

| Autor: Frank Jablonski

Dr. Wolfgang Heuring, CEO der Business Unit Motion Control bei Siemens, erklärt die größten Herausforderungen und Impulse im industriellen Umfeld der Werkzeugmaschinen.
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Dr. Wolfgang Heuring, CEO der Business Unit Motion Control bei Siemens, erklärt die größten Herausforderungen und Impulse im industriellen Umfeld der Werkzeugmaschinen. (Jablonski)

Schlagworte wie Industrie 4.0 oder Big Data haben es in der Maschinenhalle noch häufig schwer gehört zu finden. Dennoch gibt es auch für die klassische Werkzeugmaschine immer mehr konkrete Anwendungen, wie ein Besuch im Siemens-Technologie-Center in Picanza zeigt.

Wie die Digitalisierung auch den Werkzeugmaschinenbau und seine Anwender beeinflusst, kann man unter anderem im Siemens Technologie und Applikationscenter in Piacenza, Italien, beobachten. Das Zentrum gehört zur Division Digital Factory, dem Herz der Innovation von Siemens in Italien, wie es Ambrogio Castiglioni, Leiter Motion Control Simens Italien, nennt.

Die Trainingsanlage, in dem mit Partnern, Instituten und Kunden 129 Trainingstage mit über 600 Teilnehmern pro Jahr durchgeführt werden, dient jetzt, wenige Monate vor der EMO in Mailand, als Spielwiese für die dort ausgestellten Neuerungen im Bereich der Werkzeugmaschinen.

Das digitale Kapitel für Werkzeugmaschinen aufschlagen

Der Chef der Motion Control-Einheit bei Siemens, Dr. Wolfgang Heuring schlägt den Bogen von der diesjährigen Hannover Messe bis in den Oktober in Mailand: „In Hannover haben wir gezeigt, wie wir die Welt um Industrie 4.0 sehen. Jetzt vor der EMO in Mailand schlagen wir das Kapitel für den Bereich der Werkzeugmaschinen auf.“

Heuring sieht sich selbst als Innovationsführer, da Siemens gemeinsam mit den Anwendern Lösungen für den Shop Floor entwickele. Die wichtigsten Ziele der Anwender aus Siemens Erfahrung:

  • Time-to-Market verkürzen: Immer kürzere Innovationszyklen gehen einher mit komplexer werdenden Produkten und größeren Datenmengen.
  • Flexibilität steigern: Individualisierte Serienfertigung, volatile Märkte und der Wunsch nach höherer Produktivität verlangen eine flexible Arbeitsweise.
  • Effizienz erhöhen: Ressourcen und Energieeffizienz werden immer mehr als entscheidende Wettbewerbsfaktoren angesehen.

Solche Herausforderungen im industriellen Alltag, sind nicht mehr nur durch Betrachtungen auf Maschinen-Ebene zu lösen. Unternehmensweite Aufgaben erfordern ganzheitliche Lösungen, das Einbinden der Werkzeugmaschinenhersteller und -anwender.

„Um diese Themen anzugehen, ist für uns ein wichtiger Aspekt: Was passiert um die Maschine herum? Wie kommunizieren die Maschinen miteinander. Hier sind wir die nächsten Schritte gegangen, um horizontale und vertikale Integration voranzubringen“, sagt Dr. Heuring und fügt an: „Ich bin überzeugt: Die Werkzeugmaschine wird das Zentrum der Digitalisierung!“

Joachim Zoll, Leiter des Business Segments Machine Tool Systems bei Siemens wird anschließend noch konkreter und geht auf die einzelnen Neuerungen im Detail ein.

Beispielsweise können Firmen mit einem Integrated Engineering-Ansatz bei der Maschinenentwicklung entlang der gesamten Prozesskette ihre Entwicklungszeit um bis zu 30 Prozent reduzieren und damit Kosten senken. Die Lösung von Siemens für die virtuelle Inbetriebnahme von Werkzeugmaschinen ermöglicht die Interaktion von realer Steuerung und virtuellem Maschinenmodell.

Damit sind Echtzeitmessungen möglich, die potenzielle Fehler in der Konstruktion vor der Inbetriebnahme der Maschine aufzeigen. Zudem reduzieren sich der Aufwand und die Zeit für die reale Inbetriebnahme deutlich, da der Anwender die Maschine bereits am virtuellen Modell ausgiebig testen und den Einsatz vorbereiten kann.

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Frank Jablonski
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