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Ganzheitliches Temperaturkonzept
Kernelement der CTX gamma 3000 TC 2nd Generation bleibt weiterhin die B-Achse mit ihrem Schwenkwinkel von ±120°, die auf einem hoch stabilen Fahrständer verfährt und die Fräsperformance bis in den Fünf-Achs-Simultanbereich sicherstellt. Gerade hinsichtlich Stabilität und Genauigkeit wurde das Maschinenkonzept grundlegend überarbeitet. Die Maschine verfügt nun über ein ganzheitliches Temperaturkonzept. Dazu gehören unter anderem eine integrierte Bettkühlung sowie eine Kühlung der Linearführungen des Fahrständers, der Spindelmotoren und des Antriebes der B-Achse. Der Temperaturgang der Maschine liegt nun bei ≤ 10 µm. Das magnetische Messsystem von Magnescale mit einer Auflösung von 0,01 µm unterstützt die hohe Präzision der Maschine zusätzlich. Darüber hinaus hat DMG Mori den Fahrständer komplett neu konzipiert. Der u-förmige Grundaufbau mit 3+2 Führungsschuhen in der Z-Achse erhöht massiv die Stabilität, was sich gerade bei Bearbeitungen mit der Y-Achse auswirkt. Hier wurde die Linearität um über 60 % auf jetzt ≤ 2 µm verbessert. Zudem weisen auch die in allen Achsen um bis zu 65 % höheren Vorschubgeschwindigkeiten von 50 m/min auf den hohen Innovationscharakter hin. Zusätzlich ist ein optionaler Linearantrieb für die Z-Achse verfügbar, was bei einer Beschleunigung von 1 g den Vorschub auf 60 m/min steigert und höchste Dauergenauigkeit gewährleistet – inklusive fünf Jahren Gewährleistung auf den Linearantrieb.
Was die weitere Ausstattung angeht, ist die CTX gamma 3000 TC 2nd Generation im Standard mit 36 Werkzeugplätzen ausgestattet. Optional lässt sich die Kapazität auf 80, 120 oder 180 Werkzeuge steigern. Ein Zusatzmagazin bietet zudem Platz für sechs übergroße Werkzeuge bis zu einer Länge von 700 mm. Als Werkzeugaufnahme hat der Kunde dabei die Wahl zwischen HSK-A63 im Standard und Capto C6, Capto C8 sowie HSK-A100. Darüber hinaus eröffnet die optionale Gegenspindel die bis zu fünf-achsig-simultane Sechs-Seiten-Komplettbearbeitung selbst anspruchsvollster Werkstücke.
Mit dem ebenfalls optionalen unteren Revolver als zweiter Werkzeugträger für
zwölf angetriebene Werkzeuge mit bis zu 10.000 min-1 wird aus der
CTX gamma 3000 TC 2nd Generation ein reinrassiges Fünf-Achs-Produktionsdrehzentrum. Für die Bearbeitung von Wellen können – anstelle des zweiten Werkzeugträgers – optional Lünetten bis SLU 6 mit maximal 500 mm Spanndurchmesser eingesetzt werden.
Da es sich bei der Turn & Mill-Bearbeitung um sehr komplexe Prozesse handelt, fokussiert sich DMG Mori in seiner Entwicklungsarbeit auch auf die Bedienung der Dreh-Fräs-Technologie und deren Programmierung. Exklusive Technologiezyklen, unter anderem für die Fünf-Achs-Bearbeitung im Bereich der anwendungsbezogenen Shopfloor-Programmierung, haben die Arbeit bereits sehr vereinfacht. Dank parametrisierter Kontextmenüs mit einfacher Eingabe der Parameter im Dialog und aufgrund vordefinierter, leicht zu erlernender Eingabemasken sind tiefere Programmierkenntnisse selbst im Turn & Mill-Bereich kaum mehr erforderlich. Ein weiteres Beispiel ist der DMG Mori gearSKIVING-Zyklus. Hiermit lassen sich sowohl gerade als auch schräge Außen- oder Innenstirnräder und Keilwellenverzahnungen gegenüber dem Wälzstoßen bis zu achtmal schneller programmieren und in höchster Qualität bis DIN 7 herstellen. Selbst Verzahnungen an Schultern erfolgen damit ohne Beschädigung der Störkante und sogar Oberflächenstrukturen für geräuscharme Getriebe werden damit quasi auf Knopfdruck möglich.
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