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Leichtbau

Drei neue Werkstoffe für die Automobilbranche

| Redakteur: Lilli Bähr

Die Anwendungsbereiche des thermoplastischen Materials von Thermhex in der Automobilproduktion sind vielfältig – von der inneren Motorhaubenverkleidung über Türmodule bis hin zur Hutablage.
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Die Anwendungsbereiche des thermoplastischen Materials von Thermhex in der Automobilproduktion sind vielfältig – von der inneren Motorhaubenverkleidung über Türmodule bis hin zur Hutablage. (Bild: Thermhex)

Wir stellen Ihnen drei neue Werkstoffe für die Automobilbranche vor: ein vielfältig einsetzbares Sandwichmaterial für die Automobilproduktion, ein thermoplastischer Verbundwerkstoff zur Fertigung von leichten Fahrzeugplatten sowie ein Partikelschaumstoff für komplex-geformte Bauteile in Autos, Flugzeugen und Zügen.

Die Thermhex Waben GmbH stellt sein Leichtbau-Sandwichhalbzeug vor. Die Anwendungsbereiche des thermoplastischen Materials in der Automobilproduktion sind vielfältig – von der inneren Motorhaubenverkleidung über Türmodule bis hin zur Hutablage. Durch den Einsatz des leichten Organosandwichs sind laut Unternehmen Gewichtseinsparungen von über 80 % gegenüber einer monolithischen Bauweise möglich. Es besteht aus zwei glasfaserverstärkten Polypropylen-Decklagen aus je zwei Lagen UD-Tape im 0°/90°-Verbund und einem Polypropylen-Wabenkern. Das Organosandwich ist thermisch verformbar, sowie per Spritzguss funktionalisierbar.

Fahrzeugplatten mit geringem Gewicht

Gefertigt in einem hocheffizienten, integrierten Laminier- und Niederdruckverfahren unter Einsatz von UDMAX-Tapes ist diese Fahrzeugtrennwand laut Sabic 35 % leichter als ein vergleichbares Metallbauteil und erfüllt die Bestimmungen der ISO 27956 zur Sicherung der Ladung in Lieferfahrzeugen.
Gefertigt in einem hocheffizienten, integrierten Laminier- und Niederdruckverfahren unter Einsatz von UDMAX-Tapes ist diese Fahrzeugtrennwand laut Sabic 35 % leichter als ein vergleichbares Metallbauteil und erfüllt die Bestimmungen der ISO 27956 zur Sicherung der Ladung in Lieferfahrzeugen. (Bild: Sabic/Hasselblad H6D)

Sabic hat eine Technologie zur Fertigung leichter, kostengünstiger und recycelbarer Fahrzeugplatten unter Einsatz seiner UDMAX-Tapes vorgestellt, einem unidirektionalen, faserverstärkten thermoplastischen Verbundwerkstoff. Die Technologie ist gezielt auf Substitution herkömmlicher Platten aus Metallen und Duroplasten in Fahrzeuginnen- und -außenanwendungen ausgerichtet. Die so gefertigten Fahrzeugplatten bieten Festigkeit und Schlagzähigkeit mit geringem Gewicht, was das Gewicht bei Innenanwendungen im Vergleich zu Metallplatten um bis zu 35 % reduzieren kann. Bei Außenanwendungen soll sogar eine Reduzierung von bis zu 50 % möglich sein.

Partikelschaumstoff für komplex-geformte Bauteile

BASF stellt jetzt Prototypen seines Partikelschaumstoffs auf Basis von Polyethersulfon (PESU) vor. Er ist hochtemperaturbeständig, inhärent flammgeschützt, sehr leicht und gleichzeitig von hoher Steifigkeit und Festigkeit. Damit ist der Schaumstoff besonders für komplex-geformte Bauteile in Autos, Flugzeugen und Zügen geeignet, für die gute Mechanik bei gleichzeitig hohen Betriebstemperaturen oder strengen Flammschutzauflagen gefordert sind. Das expandierbare PESU-Granulat wird zu Perlen mit niedrigen Dichten zwischen 40 g/l und 120 g/l vorgeschäumt und kann mit marktgängigen Technologien zu Formteilen mit komplexen 3D-Geometrien verarbeitet werden.

BASF stellt jetzt Prototypen des ersten Partikelschaumstoffs auf Basis von Polyethersulfon (PESU) vor. Er ist laut Unternehmen besonders für komplex-geformte Bauteile in Autos, Flugzeugen und Zügen geeignet.
BASF stellt jetzt Prototypen des ersten Partikelschaumstoffs auf Basis von Polyethersulfon (PESU) vor. Er ist laut Unternehmen besonders für komplex-geformte Bauteile in Autos, Flugzeugen und Zügen geeignet. (Bild: BASF SE)

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