Vollmer Werke Drei Verfahren für das PKD-Schneiden kombiniert
Egal, ob es sich um gebrauchte oder neue Bohrer, Fräser oder komplex geformte Profilwerkzeuge handelt, die Biss bekommen sollen: Eine universell nutzbare Maschine, die auch automatisiert poliert, schärft mithilfe unterschiedlicher Hard- und Softwaremodule fast jede PKD-Schneidkante mit fast übergangsloser Präzision.
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Die Vollmer Werke, traditionsreicher Spezialist in Sachen Schleif- und Erodiermaschinen aus Biberach, bieten mit der Schärfmaschine vom Modell QXD 200 (Bild 3) eine kompakte Universalanlage für das Schärfen der verschiedensten Werkzeuggeometrien an, die mit widerstandsfähigem PKD (polykristallinem Diamant) bestückt sind. Im TDZ, dem hauseigenen Technologie- und Dienstleistungszentrum, wurde die QXD 200 bereits vorgestellt; sie konnte auch auf der AMB in Stuttgart im praktischen Einsatz begutachtet werden.
Simultane Bahninterpolationin sechs Achsen
Die QXD 200 kann je nach Ausstattung die Schneiden verschiedener Werkzeuge, wie etwa Bohrer oder Fräser, meist in nur einer Aufspannung schärfen (Bild 1 und 2): Ist das Werkstück einmal aufgespannt, wird eine Schneidkante vermessen, anschließend geschliffen, danach erodiert und zum Abschluss noch poliert. Ihre flexible Einsatzfähigkeit schöpft die Maschine über eine simultane Bahninterpolation in sechs Achsen. Für die Bearbeitung stehen sechs Werkzeuge mit automatischem Wechsler zur Verfügung, die so ausgewählt sind, dass sie auf ein möglichst breites Spektrum von Schneidengeometrien angewendet werden können.
Grundsätzlich ist die Maschine monolithisch aufgebaut, um vor allem das Schärfen von Rotationswerkzeugen, die mit dem ultraharten PKD besetzt sind, wirtschaftlich durchzuführen. Die monolthische Konstruktion bringt in diesem Fall den Vorteil, dass die QXD 200 thermisch stabil bleibt und so die nötige Präzision garantiert. Einige Komponenten wurden aber aus bereits bestehenden Vollmer-Anlagen entnommen, wodurch sich eine gewisse Modularität im Maschinenkonzept ergibt.
Die grundlegenden Unterscheidungsmerkmale zur Anlagentechnik des Wettbewerbs – also Vorteile für den Anwender – sieht Vollmer im integrierten Erodieren, einem Hauptprozess, den die meisten Mitbewerber nicht so stark betonen, sowie anders gelagerten Anwendungsgebieten. Die Vollmer-Anlage ist gewissermaßen um das PKD-Werkzeug herum entwickelt und stellt aus diesem Grund eine verfahrenstechnisch maßgeschneiderte Maschine dar, die in puncto Prozesssicherheit, Präzision und Bedienerkomfort den Anwender überzeugen soll.
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