Anbieter zum Thema
Umrüstbare Schnittstelle erhöhtdas Anwendungsspektrum
Nicht zuletzt gründet sich das kombinierte Bearbeitungskonzept auf die jahrzehntelange Erfahrung Vollmers zum Thema PKD und dessen Eigenheiten. Mithilfe des Erodierens lassen sich die diamantbestückten Schneiden besser und gezielter bearbeiten, als das mit dem reinen Schleifprozess an PKD der Fall wäre. Denn selbst Hochleistungsschleifscheiben tun sich hier durchaus schwer, wie die Erfahrung zeigt.
Als Hauptzielkunden im Bereich der Rotationswerkzeuge sieht das Unternehmen die Hersteller und Schärfdienste in der Holz- und Metallverarbeitung. Um dem zu entsprechen, gibt es unterschiedliche Werkzeugschnittstellen: Im Holzbereich hat sich, neben den klassischen Systemen, das HSK63 B, F durchgesetzt, weil es auch hier monolithische PKD-Werkzeuge gibt, und im Metallsektor dominiert aktuell die HSK63 A, C auf allen Vollmer-Anlagen. Bei den Vollmer-Maschinen sowie auch bei der QXD 200 kann die Schnittstelle bei Bedarf einfach umgerüstet werden, was die Einsatzmöglichkeiten zusätzlich erhöht.
Polierte PKD-Schneidkantenhalten deutlich länger durch
War das stabilitätserhöhende Polieren von Werkstückschneidkanten bisher nur mit der üblichen, manuell durchzuführenden Ansteuerung möglich, gelingt dieser Prozessschritt jetzt auch automatisiert, mithilfe einer Antastfunktion. Die für das Polieren vorgesehene Diamantschleifscheibe wird nach dem Erodieren an das jeweilige Werkstück herangeführt. Das Polieren selber erfolgt mannlos und auch wenig geübte Maschinenführer können mit der QXD 200 nach kurzer Einarbeitung den Vorgang intuitiv selbst programmieren. Eine automatische Abrichteinheit steht außerdem bereit (Bild 4).
Die oszillierende Bewegung beim Polierprozess ist so angelegt, dass die PKD-Schneide nur direkt hinter der Schneidkante bearbeitet wird, wobei die Phasenbreite mit zwei bis drei Zehntel der Werkstückschneidkante angegeben wird. Das bedeutet gegenüber dem kompletten Polieren der Freiflächen einen Zeitvorteil, ohne Einbußen für den standzeiterhöhenden Effekt der Oberflächenbehandlung.
Um mit der QXD 200 auch komplexere Schneiden wie die von PKD-Bohrwerkzeugen zu bearbeiten, wurde die Anlage in Bezug auf die Programmierung der Software optimiert. Das Zusammenspiel zwischen der Simulationssoftware Exlevel und der Hardware ermöglicht es, die mäanderförmigen Schneidengeometrien von Bohrwerkzeugen mikrometergenau zu schärfen.
(ID:35914070)