Vollmer Werke

Drei Verfahren für das PKD-Schneiden kombiniert

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Spezielle Softwareprogrammierung für übergangslose Geometrien

In Exlevel wird vor der Bearbeitung der komplette kombinierte Bearbeitungsprozess dreidimensional berechnet und anschließend prozessstabil gemäß den errechneten Daten ausgeführt. Die Softwareunterstützung bewahrt vor Fehlproduktion und zeitaufwendiger, teurer Nacharbeit nicht nur bei größeren Serien, sondern auch bei der Anfertigung von Einzelwerkzeugen. Die Vollmer-Ingenieure haben bei der Programmierung der Software den Erodier- und den Schleifprozess gleichrangig behandelt. Speziell für die Bearbeitung von PKD-Bohrwerkzeugen spielt es dabei keine Rolle, ob die PKD als Sandwichplatte oder mittels Sintertechnik in die Bohrerspitze integriert wurde. Die bohrerspezifischen Daten für die Hauptschneide, die Ausspitzung und die Nutgeometrie können entweder am PC oder über die QXD 200 direkt eingegeben werden. Das Bohrwerkzeug wird dann etwa nur so weit erodiert, bis der Übergang zwischen PKD und Hartmetall-Wolfram (HW) erreicht ist. Dann folgt das Schleifen in exakter Verlängerung der zuvor erodierten Geometrie. Das Verfahren ist so präzise, dass die Bohrergeometrie fast übergangslos zwischen PKD- und HW-Material angefertigt wird. Hardwaretechnisch kann der Anwender ein Werkstückmagazin mit unterschiedlichen Speicherkapazitäten bis maximal 64 Plätze nutzen. Die Werkstücke dürfen dabei einen Durchmesser bis 250 mm haben. Ein Werkzeugmagazin bietet sechs Plätze für Durchmesser bis 200 mm (Bild 5).

Trotz maßgeschneiderter Technik gibt es Ausstattungsoptionen

Weitere Zusatzmodule sind die Abrichteinheit und Körperschalleinrichtungen zum automatischen Antasten der PKD-Schneiden sowie die passende Peripherie zum prozesssicheren Betrieb der Anlage. Von der Softwareseite her, bietet die Basismaschine die komplette Bandbreite an Standardmenüs, um PKD-Werkzeuge komplett bearbeiten zu können. Dazu gehört auch das Freischleifen der Werkzeuge für den Service. Weitere Softwarepakete ermöglichen die Entwicklung, Simulation und Bearbeitung von spezielleren Werkzeuggeometrien, wie eben Spiralbohreren und Fräsern. Da die PKD-Werkzeughersteller jedoch sehr innovativ sind, gibt es immer wieder Anforderungen, die keine Ad-hoc-Lösung möglich machen, sondern speziell evaluiert, entwickelt und integriert werden müssen.

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