Solarenergie

Dünnschicht-Solarzellen vor dem Durchbruch

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Gleichzeitig werde die Fertigung dank neuer Herstelltechniken und Automatisierungssysteme immer effizienter. Massenfertigung und der technische Fortschritt würden die Kosten senken und die Marktchancen erhöhen. Viele der produktionstechnischen Innovationen werden vom 28. September bis 1. Oktober 2010 zur Fachmesse für solare Produktionstechnik Solarpeq in Düsseldorf zu sehen sein, kündigt der Messeveranstalter an.

First Solar bei Dünnschicht-Solarmodulen führend

Der Erfolg des US-Herstellers von Modulen aus Cadmiumtellurid (CdTe) First Solar nährt das Selbstbewusstsein der Dünnschichtfirmen, heißt es weiter. Die Amerikaner fertigen nach eigenen Angaben inzwischen für rund 0,93 US-Dollar pro Watt, kein anderes Unternehmen produziere so günstig.

Nachteil der CdTe-Module sei allerdings, dass sie derzeit nur maximal 11,1% Wirkungsgrad erreichen. Daher benötigten sie mehr Fläche, um die gleiche Strommenge zu erzeugen wie marktgängige Siliziummodule. Die höheren Installationskosten zehrten den Produktionskostenvorteil teilweise wieder auf.

Netzparität für Solarenergie rückt näher

Dennoch gelte First Solars Errungenschaft als Meilenstein auf dem Weg zur Wettbewerbsfähigkeit des Solarstroms. Experten hätten die Netzparität in Deutschland frühestens für 2015 erwartet. Von da an wäre Sonnenenergie nicht mehr teurer als herkömmlicher Strom aus der Steckdose.

Bei den Kosten sei First-Solar die Messlatte. Dünnschichtfirmen, die nicht bald ebenso günstig fertigen oder mit höheren Wirkungsgraden die Systemkosten drücken würden, dürften sich im Markt nicht durchsetzen. Zumal auch die Hersteller der marktgängigen kristallinen Technik durch steigende Massenproduktion und technische Verbesserungen kontinuierlich ihre Kosten senkten.

Dünnschicht-Solarmodule kosten bald weniger als 1 US-Dollar pro Watt

Entsprechend ehrgeizig sei die Dünnschicht-Konkurrenz: Abound Solar aus Fort Collins, Colorado, habe im April 2009 die Produktion von CdTe-Modulen gestartet und wolle das Watt in seiner neuen 35-MW-Linie noch in diesem Jahr für einen Dollar produzieren. 2010 seien bei 200 MW Kapazität bereits Kosten von 0,90 Dollar pro Watt angepeilt, sagt Gründer und Vorstandschef Pascal Noronha.

Schnell unter 1 Dollar zu kommen, ist auch das Ziel der Berliner Firma Inventux, wie die Messe mitteilt. Sie produziere seit Ende 2008 Module aus so genanntem mikromorphen Silizium. Die Technik sei eine Weiterentwicklung marktgängiger Dünnschichtpaneele aus einfachem amorphem Silizium.

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