Pumpsysteme Dünnwandige Rohrleitungen senken Kosten bei der Fluidversorgung

Autor / Redakteur: Ron Holt / Frank Fladerer

Die Erwartungen an die Leistungsfähigkeit von Flüssigkeits- und Gassystemen sind heute weitaus höher als vor zehn Jahren – vor allem aufgrund strengerer Industrie-Standards und der härteren Wettbewerbssituation. Vor diesem Hintergrund suchen Unternehmen verstärkt nach Möglichkeiten, ihre Rentabilität durch Verbesserungen im Bereich Rohrleitungssysteme zu erhöhen.

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Zwar hat sich das betriebliche Umfeld verändert und es entwickelt sich ständig weiter, das Grundkonzept des Aufbaus und der Wartung von Rohrleitungssystemen ist jedoch unverändert geblieben. Dickwandige Rohre sind in vielen Unternehmen das bevorzugte Material beim Betrieb mit Flüssigkeiten und Gasen geblieben (Bild 1). Sie finden sich ganz selbstverständlich in Lüftungssystemen, bei der Kühlschmiermittelzufuhr oder in Hydraulik-Systemen.

Heutzutage muss man sich aber ernsthaft die Frage stellen, ob die traditionellen, dickwandigen Rohrsysteme mit den Industrieanforderungen Schritt halten können. Bis zu einem Durchmesser von 2‘‘ (oder 50,8 mm) empfiehlt es sich aus wirtschaftlichen und technischen Gründen, lieber auf dünnwandige Leitungen, also Rohre mit einer Wandstärke im Bereich bis 1,2 mm, zu setzen.

Ein Vorteil beim Einsatz von dünnwandigen statt dickwandigen Rohren ist, dass dünne Rohre gebogen werden können. So kommt es bei ihrem Einsatz zu einer Verringerung der Leckagepunkte im Vergleich zu gleichwertigen dicken Leitungen. Leckagen können zu kostspieligen Reparaturen oder, was noch schlimmer ist, zu Untersuchungen, Geldstrafen oder zur Anordnung der Abschaltung durch die Regulierungsbehörde führen.

Zudem können dünne Leitungen in Verbundwinkeln gebogen werden. Bei dickwandigen Rohren ist man für die Systemleitungen auf 45°- und 90°-Bögen angewiesen, was zu sperrigeren Konstruktionen mit höherem Platzbedarf führt.

Dünnwandige Rohre sind einfacher zu installieren

Dünnwandige Rohrsysteme erfordern weniger Zeit im Aufbau als Systeme mit dickwandigen Rohren, weil für erstere nicht so umfangreiche Montagehilfsmittel und ein bei weitem geringerer Arbeitsaufwand pro Verbindung erforderlich ist. Dickwandige Rohre werden durch Schweißen, über Flansche oder mittels Gewinden verbunden, dünne Rohre werden hingegen durch Schweißen oder Rohrverschraubungen zusammengefügt.

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