Oberflächentechnik

Durchlauf-Strahlanlage erfüllt hohe Anforderungen in der Blankstahl-Herstellung

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Dafür verfügt die Anlage über sechs Hochleistungsturbinen EVO 38 mit 30 kW Antriebsleistung und einem Strahlmitteldurchsatz von bis zu 430 kg/min. Bei diesen Zweischeibenturbinen sorgen widerstandsfähige Materialien wie gehärteter Werkzeug- und Manganstahl sowie die lasergefertigten Turbinengehäuseteile mit Verklinkungen für eine sehr robuste und langlebige Bauweise. Ein Stecksystem für die Befestigung der auswechselbaren Wurfschaufeln macht Schrauben und Federn und damit verschleißanfällige Bauteile überflüssig. Außerdem ermöglicht es einen einfachen und zeitsparenden Wurfschaufelwechsel.

Strahlkapazität konnte mit neuer Anlage praktisch verdoppelt werden

Die neue Anlage ist nach Angaben des Anwenders so leistungsfähig, dass das Unternehmen seine Strahlkapazität damit praktisch verdoppelt hat und das Strahlen deutlich schneller geworden ist als das Ziehen. Saar-Blankstahl kann die gestrahlten Stäbe in einem Pufferspeicher lagern und die Anlage teilweise für mehrere Stunden täglich abstellen, was einen Beitrag zur Energieeinsparung und zur Reduzierung von innerem Verschleiß und Strahlmittelverbrauch leistet. Und natürlich ergebe sich, so das Unternehmen weiter, dadurch auch eine entsprechende Kapazitätsreserve.

Jeweils zwei um 60° versetzte Turbinen sind in einer der drei Strahlkammern so platziert, dass das Strahlmittel in einem 90°-Winkel auf die Rohmaterialstäbe trifft. Die Konzeption der Anlage mit Eingangs-, Mittel- und Ausgangsstrahlkammer bietet verschiedene Vorteile. So wird verhindert, dass die Turbinen ineinanderstrahlen und die Teile beschädigen. Gleichzeitig ermöglicht diese Unterteilung, dass die für den Transport der Stahlstäbe erforderlichen Rollen in vom Strahlmittel abgeschirmten Bereichen untergebracht sind und dadurch deren Verschleiß minimiert wird.

Schutzplatten verhindern Verschleiß innerhalb des Strahlbereiches der Strahlanlage

Einen optimalen Verschleißschutz innerhalb des Strahlbereiches der Strahlanlage weisen die leicht auswechselbaren Manganstahl- beziehungsweise gehärteten Werkzeugstahl-Schutzplatten auf. Die Transportrollen bestehen ebenfalls aus gehärtetem Werkzeugstahl. Die Druckrollen sind aus Vulkolan gefertigt, um Druckstelleneindrücke durch Strahlmittel zu vermeiden.

Damit die geforderte Bauhöhe von 4600 mm eingehalten werden konnte, wurde die REDL 6-30/100 in Niedrigbauweise konstruiert. Das gesamte Strahlmittel-Reinigungssystem wurde nicht wie üblich auf der Strahlanlage platziert, sondern neben dieser. Deshalb ist auch der Strahlmittelkreislauf mit zwei Becherwerken ausgestattet.

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