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Strahlanlage reinigt und verwendet verbrauchtes Strahlmittel neu
Verunreinigtes Strahlmittel aus der Strahlkammer wird über eine Querschnecke zum ersten Becherwerk befördert und anschließend vertikal zum Strahlmittelreiniger (Sichter). Verunreinigungen, zerschlagenes Strahlmittel und Staub werden in der Windsichtung aus dem Strahlmittelschleier mitgerissen. Grobstaub sammelt sich in einem Abfallbehälter beziehungsweise Feinstaub in einem Filter.
So gereinigtes Strahlmittel fließt zur wiederholten Verwendung in ein Vorratssilo unterhalb des Windsichters. Je nach Bedarf transportiert das zweite Becherwerk dann das Strahlmittel aus diesem Vorratssilo in ein über den Turbinen befindlichen Zwischensilo, aus dem die Turbinen gespeist werden. Dies erlaubt eine kontinuierliche Aufrechterhaltung des Strahlmittelflusses.
Verunreinigtes Rohgas aus der Strahlkammer wird im ersten Schritt über einen Patronenfilter gereinigt. Dessen Abluft erfährt eine zusätzlich nachgeschaltete Feinfilterung. Diese Abluft kann im Winter in die Halle zurückgeführt werden, was der Energieeinsparung dient.
Strahlanlage ist in komplette Fertigungslinie eingebunden
Die Strahlanlage ist in eine komplette Fertigungslinie eingebunden. Dies machte nicht nur einen schnellen Austausch, sondern auch die Integration in die übergeordnete Liniensteuerung erforderlich. Dabei konnte Saar-Blankstahl davon profitieren, dass Rösler seine Anlagen in Untermerzbach vor der Auslieferung vollständig aufbaut und Probeläufe durchführt. Andere Hersteller hätten laut Saar-Blankstahl einzelne Komponenten ins Werk Burbach transportiert und die Anlage dort dann zum ersten Mal aufgebaut und getestet. Bei Rösler hatte das Unternehmen die Möglichkeit zu einer Vorabnahme des funktionsfähigen Strahlsystems noch in Untermerzbach.
Zusammen mit seinem eigenen Steuerungsbauer konnte das Unternehmen daher schon dort die steuerungstechnische Integration von beispielsweise Bedienerkonzept, Chargenverfolgung und anderem ausprobieren und optimieren. Das hat sicher einen Beitrag dazu geleistet, dass der gesamte Austausch der Strahlanlage innerhalb von vier Wochen erledigt werden konnte, heißt es weiter.
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