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EBM-Papst engagiert sich in der Formel 1

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Die Revolution des Jahres 2014 hat jedoch geringfügig andere Wurzeln, denn das neue Reglement wurde geschrieben, um neue Techniken anzukurbeln, nicht um diese einzuschränken, wie es heißt. Die Formel 1 sei die Königsklasse der Automobiltechnik und Performance. Aus diesem Grund spiele sie eine entscheidende Rolle dabei, um Effizienz und Hybridtechniken voranzutreiben.

Effizienzanforderungen definieren die Formel 1 neu

In der Vergangenheit mag der Begriff Effizienz nicht mit den Prinzipien der Formel 1 vereinbar gewesen sein: Er stellte einen konservativen Kontrast zum Vollgas-Image des Sports dar, wie der Ventilatorenhersteller berichtet. Im Jahr 2014 habe sich diese Wahrnehmung jedoch grundlegend verändert. Heute bedeute Effizienz zugleich Performance.

Die Leistung eines Saugmotors werde durch die Menge an Luft definiert, die angesaugt werden kann. Die Performance der V6-Hybrid-Turbo-Power-Unit werde hingegen durch die verfügbare Spritmenge bestimmt. Jener Fahrer, der am meisten Performance aus den verfügbaren 100 kg an Benzinenergie herausholen könne – mit anderen Worten also die beste Umwandlungseffizienz erziele –, werde einen Leistungsvorteil haben. Je effizienter die Power Unit die Benzinenergie in kinetische Energie umwandle, desto stärker werde dieser Vorteil ausfallen.

Die Effizienz zähle schon seit langer Zeit zu den wichtigsten Entwicklungsbereichen in der Formel 1. In der Vergangenheit war die Benzinmenge nicht eingeschränkt, weshalb der Vorteil darin lag, Gewicht zu sparen, wie es heißt. Einfach gesagt: Je weniger Benzin man im Tank hatte, desto leichter und schneller war das Auto, insbesondere am Start des Rennens.

Eingeschränkte Benzinmenge fordert Ingenieure in der Formel 1 heraus

In der Saison 2014 sei die Benzinmenge für das Rennen auf 100 kg festgelegt. Im Vorjahr habe die übliche Rennspritmenge noch bei rund 150 kg gelegen. Um die gleiche Renndistanz mit einer ähnlichen Geschwindigkeit absolvieren zu können, müsse die Power Unit 30 % effizienter werden – eine Herausforderung, die ganz besondere Technik erfordere.

Ein Teil des Effizienzgewinns werde mit dem V6-Verbrennungsmotor erzielt. Dieser sei ein kleinerer Motor mit geringerem Hubraum, der mit niedrigeren Umdrehungen als sein Vorgänger genutzt werde. Die Leistungsabgabe und damit die Effizienz würden von einem Turbolader verstärkt. Auf diese Weise könne zusätzliche Leistung aus der gleichen Menge an Benzinenergie gewonnen werden.

Die wirklich clevere Idee hinter dem Ganzen sei jedoch das ERS-Hybridsystem. In der Saison 2014 gebe es bis zu sieben verschiedene Wege, um die Energie innerhalb des Autos zurückzugewinnen. Das Ziel laute: Es soll die gleiche Leistung von rund 750 PS erreicht werden, allerdings mit einem Drittel weniger Benzinverbrauch.

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