Ventilatoren EBM-Papst profitiert von Energieeffizienz und Umweltschutz
Die EBM-Papst-Unternehmensgruppe hat die Wirtschaftkrise gut bewältigt. Das abgelaufene Geschäftsjahr schloss der Ventilatoren- und Motorenhersteller zum 31. März 2010 mit einem Umsatz von 986 Mio. Euro, einem Minus von 6,6%, ab. Im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzerlös von rund 1,03 Mrd. Euro, was einem Zuwachs von 4,5% entspricht.
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„Seit Dezember befindet sich das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs“, sagte Hans-Jochen Beilke, Vorsitzender der Geschäftsführung der EBM-Papst Gruppe, auf einer Pressekonferenz in Stuttgart. Angaben zum Unternehmensergebnis machte er nicht.
Breite Diversifizierung bringt EBM-Papst gut durch die Krise
Die breite Diversifizierung zahlte sich im Krisenjahr positiv für EBM-Papst aus, wie Beilke erläuterte. Während die Umsatzerlöse in den Segmenten IT/Telekommunikation und Maschinenbau deutlich sanken, zeigten sich die Geschäftsfelder Automotive/Verkehr, Heiztechnik, Luft- und Klimatechnik sowie Hausgeräteindustrie stabil zum Vorjahr.
Der Kältetechnik-Umsatz konnte sogar prozentual zweistellig zulegen, nicht zuletzt durch die wachsende Nachfrage nach energieeffizienten EC-Motoren. Auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien und der Brennwerttechnik steigerte der Ventilatorspezialist die Umsatzerlöse erneut um circa 4% auf nun über 120 Mio. Euro.
EBM-Papst wächst mit Produkten für mehr Energieeffizienz
„Zugute kommt uns, dass die weltweite Bereitschaft in „grüne Technologien“ zu investieren, weiter zunimmt und damit unsere energiesparenden Produkte verstärkt nachgefragt werden“, sagte der Unternehmenschef. So stieg der Anteil an energieeffizienter EC-Technik im Vergleich zu herkömmlichen AC-Produkten erneut.
In Asien musste EBM-Papst aufgrund des Rückgangs im Bereich IT/Telekommunikation einen Umsatzrückgang von 10% auf 163 Mio. Euro hinnehmen. Auf dem amerikanischen Kontinent lag der Umsatz mit 110 Mio. Euro um 8% hinter Vorjahr. Die Umsatzerlöse in Europa fielen um 3% auf 316 Mio. Euro, wobei Osteuropa einen positiven Trend zeigte. In Deutschland setzte EBM-Papst 4% weniger oder 302 Mio. Euro um.
Forschungsvorhaben auf dem Prüfstand
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung senkte EBM-Papst vor allem am Standort St. Georgen, wo das Unternehmen während der Krise die stärksten Rückgänge zu verzeichnen hatte, während sie in Landshut und Mulfingen auf Vorkrisenniveau blieben. Insgesamt wendete das Unternehmen dafür im Geschäftsjahr 2009/2010 52 Mio. Euro auf, im Geschäftsjahr 2008/2009 waren es 56,5 Mio. Euro. „Wir haben in St. Georgen weniger einträgliche Projekte gestoppt“, begründete Beilke den Rückgang. Rund 60 Neuprodukte, unter anderem der strömungstechnisch optimierte Energiesparventilator Radical, der für den Hermes-Award der Hannover-Messe nominiert war(wir berichteten), stehen vor Serienanlauf. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet EBM-Papst mit Forschungs- und Entwicklungsausgaben von 55 Mio. Euro.
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