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Mess- und Prüftechnik

Echtzeit-Feedback erspart teure Nacharbeiten

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Für eine größere Reichweite hat Faro die In-Line Optik entwickelt, die eine einfache Messung noch größerer Objekte ermöglicht. Dank der neuen und verbesserten Track-Arm-Technologie ist es darüber hinaus möglich, den Lasertracker mit einem Faro-Arm zu einem Messsystem mit großer Reichweite zu kombinieren, welches ohne Sichtlinienverbindung alle Bereiche des Bauteils taktil oder berührungslos messen kann. Die Kombinationsmöglichkeit des Laser Trackers mit den Messarmen von Faro erlaubt Messungen in Bauteilbereichen, die der Laserstrahl des Trackers nicht unterbrechungsfrei erreichen kann.

Optimierte Maschinensymmetrie

Ein Beispiel für den Einsatz des Lasertrackers von Faro in der industriellen Praxis liefert das Unternehmen Oskar Frech. Mit ihren Warmkammer-Druckgießmaschinen werden Werkstoffe wie Zink oder Magnesium gegossen. Zu den hergestellten Bauteilen gehören Beschläge, Laptop- und Handygehäuse oder Spielzeug. Mit den Kaltkammer-Druckgießmaschinen aus dem Hause Frech werden Motorblöcke aus Aluminium wie der V8 von Daimler oder Karosserie-Strukturteile für Audi hergestellt. Typische Produkte sind aber auch Getriebegehäuse, Armaturenbretter oder Stufen für Rolltreppen. Die Maschinen von Frech sind wahre Giganten: Die Kaltkammer-Variante kann bis zu 17 m lang und 250 t schwer werden und eine Schließkraft von 4100 t entwickeln. Der Bau solch einer Maschine dauert rund elf Monate und die Überführung der Einzelteile zum Kunden erfolgt per Schwertransporter. Der Weg zum endgültigen Bestimmungsort ist deswegen eine Art Einbahnstraße: Die Rücknahme von fehlerhaften Maschinen in die Produktion nach Schorndorf ist wegen der immensen Kosten keine Option.

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Wolfgang Schöben ist bei Frech für das Qualitätsmanagement zuständig. Er hat den Faro Laser Tracker fest in die Prüfplanung bei Frech integrieren lassen und erklärt: „Eventuelle Ungenauigkeiten müssen wir vor Ort finden und beheben können, denn wir fahren die Maschine mit dem Schwerlasttransporter zum Kunden. Da gibt es kein Zurück.“ Vor dem Zusammenbau müssen die Einzelteile der Maschine in der Halle lagern, um sich zu akklimatisieren. Erst dann ist sichergestellt, dass alle Teile exakt zusammenpassen und es zu keinen unnötigen Verschleißerscheinungen kommt. Diese Vorgehensweise zeigt, dass bei der Herstellung der riesigen Maschinen eine hohe Genauigkeit gefragt ist.

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