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Mess- und Prüftechnik

Echtzeit-Feedback erspart teure Nacharbeiten

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Bereits seit 2006 ist bei Frech ein Platinum-Messarm von Faro im Einsatz. Im Jahr 2013 haben die Verantwortlichen mit dem Laser Tracker Vantage ein weiteres Messgerät bei Faro bestellt. Auslöser dafür war ein spezieller Fall, bei dem selbst die erfahrenen Techniker von Frech sich auf Anhieb keinen Reim darauf machen konnten. Nach dem Umrüsten auf eine neue Gussform veränderte sich die Maschinensymmetrie nur um hundertstel Millimeter, aber immerhin reichte es aus, dass Führungssäulen nicht mehr vorschriftsmäßig in ihre Aufnahmen liefen. Die Techniker von Frech konnten in Zusammenarbeit mit Technikern von Faro nach Durchsprache der komplexen Einbauverhältnisse den Fehler schnell aufspüren. Mit einem Faro Laser Tracker konnte die Abweichung, die sich im Formauflagebereich und somit an einer ganz anderen Stelle versteckte, in kurzer Zeit gefunden werden. Dies überzeugte die Verantwortlichen bei Frech und der Faro Laser Tracker Vantage wurde in die Prüfplanung mit aufgenommen.

Im Frühjahr 2013 hat Frech eine Qualitätsoffensive zusammen mit den Lieferanten gestartet und übergreifend einheitliche Messmethoden festgelegt, um mögliche Qualitätsprobleme bereits am Anfang der Wertschöpfungskette abzustellen, mit dem Ziel 100 % Qualität sicherzustellen. Die Messgeräte von Faro sind dabei die Konstante, denn Frech fordert, dass die Zulieferteile ebenfalls mit Geräten von Faro gemessen werden. Sollte das nicht möglich sein, bieten die Schorndorfer die Vermessung als Dienstleistung an.

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„Mit den Messgeräten von Faro sparen wir Mannstunden"

Bei Frech wird im Bereich der Fertigung bereits während der Herstellung gemessen. So lassen sich Korrekturen vornehmen, bevor aufwendige Nachbearbeitungen nötig wären. „Das ist entscheidend, denn mögliche Abweichungen bei einem Bauteil könnten sich auf die gesamte Maschinenstatik auswirken und haben schnell unangenehme Auswirkungen auf Zeit und Kosten“, betont Schöben. Des Weiteren könnte sich das gravierend auf das Zusammenspiel der Komponenten auswirken. Das Ziel ist es, die Qualität auf Anhieb sicherzustellen, um im geplanten Zeit- und Kostenrahmen zu bleiben. „Mit den Messgeräten von Faro sparen wir Mannstunden“, versichert Schöben. „Außerdem verlangen die Kunden aus dem Automobilbereich detaillierte Prüfberichte. Mit den Systemen von Faro generieren wir diese im Handumdrehen.“ Auch die Akzeptanz bei den Mitarbeitern ist für Schöben ein wichtiger Punkt: „Trotz ihrer hohen Funktionalität sind die Messgeräte einfach zu bedienen. Der Schulungsaufwand hält sich in Grenzen.“ Das alles habe dazu beigetragen, dass die Faro-Produkte von den Mitarbeitern bei Frech gut angenommen wurden.

Das Beste aus beiden Welten

Inzwischen sind die Messsysteme von Faro nicht nur bei Frech und deren Lieferanten, sondern auch während des Aufbaus der Maschinen beim Kunden im Einsatz. Hier ist der Raum um die Maschine meistens sehr begrenzt und für Messungen beziehungsweise für das Mess-Equipment bleibt wenig Platz. Deswegen werden derzeit Überlegungen angestellt, den Messarm und den Laser Tracker zu einem neuen System, dem so genannten Track-Arm zu kombinieren. Damit stünde Frech das Beste aus zwei Welten zur Verfügung, denn der Track-Arm vereint die große Reichweite und hohe Genauigkeit des Laser Trackers mit der Flexibilität und Zuverlässigkeit des Faro-Arms.

Der große Vorteil daran: Der Messarm kann beliebig innerhalb der Messreichweite des Laser Trackers schnell neu positioniert werden. Dabei verbleibt der Arm stets im gleichen Koordinatensystem und es lassen sich auch Punkte erreichen, die nicht im Sichtbereich des Trackers liegen. Die Techniker können quasi um die Ecke messen und auf diese Weise auch sehr große Bauteile problemlos prüfen. Diese zukunftsweisende Technik schafft zusätzliche Freiheiten in der Messung von großen Bauteilen.

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