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Mess- und Prüftechnik

Echtzeit-Feedback erspart teure Nacharbeiten

| Redakteur: Claudia Otto

Mit dem tragbaren Messarm brachte Faro Mitte der 90er die Messtechnik in die Fertigung. Der Lasertracker ermöglichte es, große Reichweiten und präzises, ortsunabhängiges Messen zu vereinen. Wie Unternehmen davon profitieren, zeigt das Praxisbeispiel eines Herstellers von Druckguß-Maschinen.

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Der Lasertracker richtet einen Laserstrahl auf eine Spiegelsonde, die als Reflektor dient. Der reflektierte Strahl kehrt zum Tracker zurück und seine genaue Länge wird erfasst.
Der Lasertracker richtet einen Laserstrahl auf eine Spiegelsonde, die als Reflektor dient. Der reflektierte Strahl kehrt zum Tracker zurück und seine genaue Länge wird erfasst.
(Bild: Faro)

In vielen Industrieanwendungen sind hochpräzise Vermessungen großer Teile an der Tagesordnung. Die dreidimensionale Erfassung der Bauteilabmessungen in Verbindung mit der "live" Auswertung der Messergebnisse bietet Unternehmen große Transparenz und hohe Zuverlässigkeit in Bezug auf die Genauigkeit der Bauteile und die Vollständigkeit der Messung. Eine heutige Ausprägung dieser Entwicklung ist der Messarm von Faro, den wir als Meilenstein der Industrie ausgezeichnet haben. Denn durch diese Innovation können präzise Messungen direkt in der Fertigungsumgebung durchgeführt werden, was die Effizienz deutlich erhöht.

Koordinaten immer dabei mit dem tragbaren Lasertracker

Ein weiteres tragbares Koordinatenmessgerät aus dem Hause Faro ist der Lasertracker. Damit können Anwender schnell und einfach ihre Ziele hinsichtlich Präzision erreichen und Messgeräte und Hilfsmittel wie Klavierdraht, Senklote, Messmaschinen, Theodoliten, optische Nivellierinstrumente und Totalstationen ersetzen. Durch sein großes Messvolumen ermöglicht er die Inspektion von Teilen vieler Größen. Insbesondere bei großen Bauteilen kommen Ausschuss und Stillstandszeiten besonders teuer. Mit dem Lasertracker liegen die nötigen 3D-Daten vor, um Teile gleich auf Anhieb (und ohne Ausschuss) richtig zu produzieren, und zwar schnell genug, um besagte teure Stillstandszeiten zu reduzieren. Dabei ist die Funktionsweise ganz einfach: Er misst zwei Winkel und eine Distanz. Der Tracker richtet einen Laserstrahl auf einen Spiegelreflektor, der an das zu vermessende Objekt gehalten wird. Das vom Reflektor gespiegelte Licht geht den gleichen Weg wieder zurück und tritt an derselben Stelle wieder in den Tracker ein, an der es ihn verlassen hat.

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Typische Anwendungen eines Lasertrackers

Es gibt verschiedene Arten von Reflektoren, doch der gängigste ist der sphärisch montierte Reflektor (SMR). Beim Wiedereintritt des Lichts in den Tracker messen zwei Winkelmessgeber den Höhen- und den Drehwinkel, während die 3D-Position des Reflektors über ein hochpräzises ADM (Absolute Distance Meter) ermittelt wird. Typische Anwendungen sind:

  • Ausrichtung: Echtzeit-Feedback bei der Positionierung von Objekten
  • Aufstellung: Anordnung/Ausrichtung von Maschinenfundamenten
  • Inspektion von Bauteilen: digitale Aufzeichnung der Ist-Daten im Vergleich zu den Soll-Daten
  • Werkzeugbau: Werkzeuge mit nur einer Person einrichten und inspizieren
  • Fertigung und Integration von Baugruppen: wichtiges Echtzeit-Feedback bei der Positionierung

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