C-Technik

Effiziente Produktentwicklung über weltweit verteilte Standorte

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Weltweite Produktverflechtung nimmt seit Jahren stetig zu

Während die verschiedenen Entwicklungsstandorte in der Vergangenheit relativ autark operierten, nimmt die Produktverflechtung seit einigen Jahren stetig zu. Es werden immer mehr Daten gemeinsam genutzt, was eine frühzeitige Vereinheitlichung der IT-Infrastrukturen erforderlich machte. Stiebel Eltron hat heute in allen Produkten Gleichteile, über die Normteile hinaus mit steigendem Anteil produktspezifische Teile, die die grundsätzlichen Anforderungen der Standardisierung erfüllen müssen. Diese Forderung lässt sich nur durch einen generischen Ansatz erfüllen, der die Grundlage in der konstruktiven Umsetzung neuer Produktideen bildet.

Konsequenz über alle Produkte und Werke ist, es gibt immer weniger unterschiedlichen Teile mit identischen Funktionen. Somit gibt es immer mehr spezifische Teile, die über die Standorte ausgetauscht werden können, wie zum Beispiel die Kunststoffteile, die größtenteils im Werk Eschwege in Deutschland gefertigt werden (Bild 3). Konsistenz und Aktualität der Daten einer gemeinsamen Datenbasis sind bei Stiebel Eltron als Erfolgsfaktor von zentraler Bedeutung. ?

Früher hatten alle Entwicklungsstandorte separate Produktdatenmanagement-Installationen und tauschten nur punktuell Daten aus. Als die Standleitungen schneller und kostengünstiger wurden, unternahm Stiebel Eltron 2004 einen ersten Anlauf zur Integration und verschmolz die lokalen Datenbanken der drei Entwicklungsstandorte in Deutschland. Mit dem Erwerb eines weiteren Werks in der Slowakei und der Expansion nach Thailand und China ergaben sich jedoch neue Anforderungen, was die standort-übergreifende Zusammenarbeit anbelangt, die mit der bestehenden Infrastruktur nicht mehr adressiert werden konnten. Deshalb entschloss man sich, das bestehende Produktdatenmanagement durch Windchill PDM-Link abzulösen.

Komplexität der CAD-Datenstrukturen muss verwaltet werden

Eine Alternative war nicht in Sicht, obwohl man sich auch andere Lösungen angeschaut hat. Doch konnten diese nicht überzeugen und sie waren nicht in der Lage, die Komplexität der CAD-Datenstrukturen zu verwalten. Andernfalls hätte das Unternehmen bei der Arbeit mit Pro-Engineer funktionale Abstriche in Kauf nehmen müssen, beispielsweise was die Verwendung von Familientabellen anbelangt. Ein gemeinsames Projektteam von Stiebel Eltron und Mitarbeitern der Global Services Organisation (GSO) von PTC plante die Implementierung der neuen PDM-Lösung von langer Hand.

Im April 2008 wurde das Projekt Key-Usern aus den betroffenen Fachabteilungen vorgestellt, um ihre Unterstützung sicherzustellen. Dann analysierte das Team Datenbanken und Datenaufkommen, legte fest, welche Hardware beschafft werden sollte, definierte die neuen Workflows und stellte einen Zeitplan für die Umschulung der Anwender auf. Dank der minutiösen Vorbereitung schaffte man die Umstellung zum geplanten Zeitpunkt und ohne Einschränkungen bei der Funktionalität. Auch der vorgegebene Kostenrahmen konnte dabei eingehalten werden.

(ID:338369)