Du Pont Effiziente Rauchgaskühler mit PTFE-Druckschläuchen für Europas größtes Braunkohlekraftwerk

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Zwei Rauchgaskühler, die mit Wärmetauscher-Druckschläuchen der Typs Alwaflon ausgerüstet sind, werden maßgeblich zum vergleichsweise geringen Brennstoffverbrauch des in Europa größtem Braunkohlekraftwerks beitragen.

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Die Wärmetauscher-Druckschläuche werden aus einem Fluorkunststoff auf PTFE-Basis hergestellt, der hoch korrosiven, reaktiven Gasen ausgesetzt werden kann und chemisch nahezu inert ist.

Gemeinschaftliche Entwickler der Wärmetauscher-Druckschläuche sind die Wallstein Ingenieur GmbH in Recklinghausen, der Kunststofferzeuger Du Pont in Genf und die Fluortubing B.V. in Utrecht/Niederlande. Das Ingenieurunternehmen Wallstein hat die beiden Rauchgaskühler entwickelt und konstruiert. Du Pont liefert das PTFE Teflon für die Herstellung des Schlauchwerkstoffs. Bei Fluortubing B.V. wird der modifizierte Fluorkunststoff zu Druckschläuchen extrudiert, zum Beispiel zur Anwendung in Wärmetauschern der beiden Rauchgaskühler.

„Wir haben uns für Alwaflon entschieden, weil es – anders als die bisher dominierenden Nickel-Basis-Legierungen – selbst der hoch korrosiven Mischsäure aus SO2, SO3, HF und HCl widersteht, die beim Abkühlen der Rauchgase an den Schlauchoberflächen kondensiert“, erläutert Peter Dittmann, technischer Leiter bei Wallstein.

Neuer Kraftwerksblock wird 42% Wirkungsgrad haben

Am Standort von Europas größtem Braunkohlekraftwerk im polnischen Belchatów wird zurzeit ein 858-MW-Kraftwerksblock gebaut. Generalunternehmer für Ausführung, Bau und Inbetriebnahme des neuen Kraftwerks ist Alstom. Nach der Fertigstellung Ende 2010 wird er mit einem Wirkungsgrad von rund 42% eine der landesweit leistungsfähigsten und effizientesten Braunkohleanlagen sein.

Zwei Rauchgaskühler werden zu diesem Ergebnis beitragen. Die dafür konzipierten Wärmetauscher wurden mit Druckschläuchen des Typs Alwaflon bestückt, die der Mehrfachbeanspruchung aus Innendruck, Temperaturbelastung, Korrosionsgefahr langfristig widerstehen. Das zeigen Ergebnisse des Prüflabors von BASF, wo die Schläuche Zeitstand-Innendruckversuchen über 10 000 h hinweg ausgesetzt wurden.

Besseres Eigenschaftsprofil im vergleich zum Fluorkunststoff PFA

Dabei zeigte sich, dass dieses Eigenschaftsprofil höher einzuschätzen ist als das anderer Fluorkunststoffe. So kann aufgrund des Schlauchwerkstoffs bei gleicher mechanischer Beanspruchung und Sicherheit die Wanddicke geringer ausgeführt werden.

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