Werkstücktransport Elektrisch gesteuerter Vereinzeler transportiert Werkstückträger schonend

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Mit ihren elektrisch gesteuerten Vereinzelern der Delta-EL-Baureihe ermöglicht die Wörner Automatisierungstechnik GmbH in Denkendorf die Realisierung von Materialflusssystemen ganz ohne Pneumatikanschluss.

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Dank ihrer elektrischen Steuerung reduzieren die Vereinzeler den Installationsaufwand und die Betriebskosten. Das schonende Stoppen der Werkstückträger übernimmt wie gewohnt die Luftdämpfung. Als Pendant dazu sorgt jetzt eine ausgeklügelte Mechanik erstmals auch für ein sanftes Freigeben der aufgestoppten Werkstückträger.

Was als anders als das sanfte Stoppen bisher nicht gelang, war das sanfte Freigeben einer angehaltenen Werkstückpalette bei hoher Bandgeschwindigkeit. Weil beim Freigeben ähnliche Beschleunigungskräfte auf die Werkstücke wirken, ist dies besonders bei empfindlichen Produkten, bei lose aufgelegten Komponenten in Montageverkettungen oder bei Flüssigkeiten ein Problem. Bis dato konnte dies nur durch eine erhebliche Reduzierung der Fördergeschwindigkeiten gelöst werden.

Neuartige Mechanik ermöglicht das sanfte Freigeben von Werkstücken

Mit Entwicklung der weltweit ersten elektrisch gesteuerten Vereinzeler hat Wörner eigenen Angaben zufolge nicht nur die Wirtschaftlichkeit von Materialflusssystemen durch Verzicht auf Pneumatik verbessert, sondern ergänzend zur sanften Dämpfung beim Stoppen von Werkstückträgern auch deren sanftes Freigeben mit einer ausgeklügelten Mechanik realisiert.

In den neuen Vereinzelern übernimmt eine elektrisch angetriebene Kulisse das Heben, Absenken und Ausfahren des Anschlags. Über die Hebelwirkung zum Absenken der Anschlagplatte entstehe sofort ein hohes Moment, das im Verlauf der Abwärtsbewegung nachlässt. Die Anschlagplatte neigt sich mit einsetzender Abwärtsbewegung leicht nach hinten und gibt so den Werkstückträger sanft statt ruckartig frei.

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