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Auf acht Stationen einer Rundtakteinheit werden die Rohlinge gebohrt, gefräst und entgratet, bevor sie aus dem Rundtakttisch ausgeschleust und in einem linearen Abschnitt der Maschine gereinigt, geprüft und für den Versand in besonderen Werkstückträgern abgesetzt werden. Das übernimmt flexibel und wiederholgenau ein Elektrogreifer REPG von Röhm.
Unterschiedlich große Teile ohne Umrüsten greifen
Eingesetzt als Robotergreifer bietet das neue Handlinggerät besondere Vorteile, denn es kann unterschiedlich große Teile ohne Umrüsten greifen. „Bei uns sind die Teile, also die Verteilergehäuse, zwar immer gleich groß, aber wir haben dafür eine andere Aufgabenstellung, für die diese Flexibilität wichtig ist“, erläutert Kapfer. So wird jedes Gehäuse mit den Maßen von 18 mm × 12 mm × 25 mm nach dem Bearbeiten und dem Reinigungsvorgang zunächst einzeln gegriffen und einer ebenfalls in der Maschine integrierten Prüfeinheit zugeführt. Dort werden Konturen vermessen und es wird geprüft, ob die Bohrungen vorhanden sind.
Greifer arbeitet mit kurzen Taktzeiten von 70 ms
Dazu schwenkt der Roboterarm mit dem Greifer innerhalb der sehr engen Platzverhältnisse von der senkrechten in eine waagrechte Ebene und übergibt das Werkstück an die Prüfeinheit, holt es danach wieder ab und setzt es senkrecht in eine etwas oberhalb positionierte Aufnahmeschiene ab. „Der Greifer legt sich regelrecht quer für uns“, meint Kapfer mit einem Augenzwinkern. Dabei kann der Greifer mit sehr kurzen Taktzeiten von 70 ms pro Greifvorgang arbeiten. „Das ist deutlich weniger als vergleichbare Hydraulik- und Pneumatikgreifer auf dem Markt“, betont Röhm-Fachberater Gerhard Häutle. Doch der Elektrogreifer ist nicht nur schnell, als Teil der E-Quipment-Reihe ist er auch besonders sparsam und energieeffizient. Er verbraucht nur Energie, wenn er in Bewegung ist.
Hat der Greifer sechs Werkstücke auf der Schiene platziert, schwenkt er um 90°, packt die ganze Reihe und setzt sie in eine Versandpalette. Sind alle Plätze mit „Sixpacks“ von Verteilergehäusen aufgefüllt, wird die Palette mit einer Klarsichtfolie verschlossen und just in time an den Kunden geliefert. Kapfer erklärt, warum: „Durch die Blisterverpackung können die Werker mit einem Blick die Vollständigkeit und Lagerichtigkeit erfassen – quasi eine Sicht- und Qualitätskontrolle durchführen.“
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