Handhabung

Elektrogreifer platziert Werkstücke einzeln und im Sechserpack

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Flexibel ist der Elektrogreifer auch im Hinblick auf die Greifkraft. Er kann empfindliche Komponenten mit 10 N schonend fassen und im nächsten Vorgang schwere Teile mit bis zu 400 N kräftig greifen. Bis zur Automatisierung des gesamten Prozesses wurden die Teile von Hand entnommen und für den Versand bereitgestellt. „Dazu waren vier Mitarbeiter gebunden, die dann an anderer Stelle eingesetzt werden konnten“, schildert Kapfer die Verbesserung.

Greifer auch als Servoachse mit integriertem Antrieb geeignet

Mit dem Elektrogreifer zielt Röhm neben der konventionellen Greiftechnik noch auf ein zweites Anwendungsfeld. Der Greifer eignet sich auch als kostengünstige Servoachse mit integriertem Antrieb und stabiler Rollenführung. Das kompakte Achssystem für zentrische Bewegungen kann beispielsweise für Bearbeitungsschritte wie Rollieren und Biegen bei weichen Aluminiumwerkstoffen eingesetzt werden. Das ist bei Nosta im Moment nicht vorgesehen. „Aber man weiß ja nie“, sagt Gregor Ludley, Geschäftsführer des Unternehmens. Er ergänzt: „Flexibilität in der Fertigung ist unser wichtigster Produktivitätsfaktor.“ Das ist mit ein Grund, weshalb die Maschinen und Betriebsmittel bei Nosta nach Möglichkeit selbst gebaut werden. „Ist ein Produkt am Ende des Lebenszyklus und läuft der Auftrag aus”, so Kapfer, „können wir die Maschine an einen neuen Auftrag anpassen.“. Da passt so ein flexibler Elektrogreifer prima ins Konzept.

Zu den Produkten, die das Familienunternehmen mit zwei Tochterunternehmen an vier Fertigungsstandorten herstellt, gehören unter anderem Pass- und Scheibenfedern, Präzisionsteile nach Kundenzeichnung, Montageschienen, Nutenschrauben und -steine, Muttern für T-Nuten mit und ohne Fixierhilfe, Schraubensicherungen, elektrische Kontakte und Befestigungszubehör sowie Zylinderstifte, Achsen, Wellen und Drehteile.

Zum Einsatz kommen die Produkte in den Bereichen Maschinenbau, Montagetechnik, Luftfahrt, Kraft- und Schienenfahrzeuge, Solartechnik, Antriebstechnik oder Windkraft. Die Kernkompetenz liegt in der Fertigung aus überwiegend profilgezogenem Material sowie in der optimalen Weiterbearbeitung durch Fräsen, Bohren oder Schleifen auf hohem Qualitätsniveau. MM

* Frank Heiler ist verantwortlich für die Pressearbeit bei der Röhm GmbH in 89567 Sontheim a. d. Brenz

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