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Abwasserreinigung

Endlosfilter reinigt Abwasser von Schmutzfangmatten

| Redakteur: Rebecca Vogt

Leiblein bietet ein Filterkonzept zur Reinigung von Abwasser aus Hotellerie und Industrie an. Das Konzept soll die Frage nach der Abwasserreinigung lösen. Eingesetzt wird die Anlage von Dienstleister Greif.

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Die Pendelanlage im Vordergrund, daran anschließend der schräg gestellte Endlosfilter, darunter der Entwässerungscontainer.
Die Pendelanlage im Vordergrund, daran anschließend der schräg gestellte Endlosfilter, darunter der Entwässerungscontainer.
(Bild: Leiblein)

In Hotellerie wie Industrie entstehen große Mengen an schmutziger Wäsche. Greif bietet sowohl in diesen Bereichen als auch bei der Reinigung von Schmutzfangmatten entsprechende Dienstleistungen an. Da etwa im Gewebe der Matten organische, mineralische Verunreinigungen – teilweise sogar Schwermetalle – auftreten, stellt sich die Frage nach der Reinigung des Abwassers. Hier setzt das Filterkonzept von Leiblein an, das das Problem auf rein mechanischem Weg lösen soll.

Schmutzmenge von zehn Kilogramm pro Stunde

Nach der Wäsche fördert eine Schmutzwasserpumpe das belastete Wasser zur Wasseraufbereitung in die Abwasseranlage des Herstellers. Dort übernimmt eine Pendelanlage die chemische Behandlung des Wassers – in einem Behälter mit Fäll- und Flockungsmitteln sowie in einem zweiten Behälter mit Zuführung auf einen Endlosbandfilter zur Schlammentwässerung. Das so gereinigte Wasser wird entweder in die Kanalisation abgeführt oder in der Waschanlage als Brauchwasser weiter verwendet. Die Anlagenmodule sind auf einen Durchsatz von maximal 5 m³/h und eine Schmutzmenge von rund 10 kg/h ausgelegt.

Das eingesetzte Anlagenmodul zur rein mechanischen Reinigung des Abwassers ist ein Bandfilter, der mit Schwerkraft arbeitet. Das Filterband wird mittels Getriebemotor transportiert und über einen Schwimmschalter gesteuert. Vor der Entsorgung erzeugt es einen Filterkuchen, der über einen Entwässerungscontainer mit Filtervlies aus Geo-Textil (8 mm Dicke) zusätzlich weiter entwässert wird.

Der Leiblein-Endlosfilter zur rein mechanischen Filtration bei Greif in Augsburg.
Der Leiblein-Endlosfilter zur rein mechanischen Filtration bei Greif in Augsburg.
(Bild: Leiblein)

Filterkuchen baut sich auf

Mit Einfließen des Schmutzwassers über die Filterbreite von oben wird gleichzeitig das Band von unten in den Schmutzwasserbereich eingeführt. Durch die schräge Ebene, über die das Band läuft, ist gewährleistet, dass der untere Bereich filtert, der obere Bereich den Filterkuchen aufbaut. Beim Filterprozess hält das Filterband die Schmutzpartikel zurück, sodass sich der Filterkuchen bilden kann. Gleichzeitig erhöht sich der Durchflusswiderstand und der Wasserspiegel steigt bis zu einem Niveau, bei dem der Antrieb das Band mit Filterkuchen nach oben zieht – bereit zum Abstreifen in den Entwässerungscontainer. Mit einer Bürstenwalze und Spüleinrichtung erfolgt in einem weiteren Verfahrensschritt die Reinigung des Bandes.

Das saubere Filterband läuft abermals in den Schmutzbereich und das Wasser kann wieder schneller abfließen, da noch kein Filterkuchen aufgebaut ist. Das sinkende Wasserniveau lässt den Bandvorschub unterbrechen und der Prozess nimmt erneut seinen Lauf. Sollte sich die Wassermenge über eine Steigerung des Waschprozesses vergrößern, könne mit weiteren Filtrationsmodulen, die parallel integrierbar seien, die Reinigungsleistung erhöht werden. Zudem lasse sich die Dosiertechnik von Flockungs- und Fällmitteln problemlos anpassen, um Veränderungen in der Abwasserzusammensetzung auszugleichen.

Unkomplizierte Integration

Dem Aufbau der kompakten Abwasserbehandlungsanlage vorausgegangen war eine weitgehende Vormontage im Werk des Herstellers. Nach dem Transport erfolgte die Installation auf vorbereitete Fundamente. Die Integration in das vorhandene Reinigungssystem der Schmutzfangmatten gestaltete sich laut Leiblein unkompliziert. Gleichzeitig seien alle Möglichkeiten für zusätzliche Anpassungen der Abwasserbehandlung bei Greif geboten.

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