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Wer das Komplettsystem überblickt,kann seine Kosten reduzieren
Der umfassende Blick auf das Gesamtsystem hingegen eröffnet vielfältige Möglichkeiten, um jede Kilowattstunde Strom effektiv und sinnvoll zu nutzen. Das ist besonders vor dem Hintergrund wichtig, dass nur etwa 5 bis 20 % der elektrischen Energie, mit der der Kompressor gespeist wird, tatsächlich in Arbeit umgesetzt werden.
Die übrigen 80 bis 95 % sind schlimmstenfalls verschwendet, bestenfalls jedoch zu einem großen Teil genutzt. So kann die Wärme, die der Kompressor im laufenden Betrieb produziert, mit energie- und kostenintensiver Kühlung beseitigt werden – oder aber als Abwärme für die Raumheizung, Brauchwassererwärmung oder für andere Prozesse genutzt werden. Das senkt dann gleichzeitig sogar die Kosten, da der Energiebedarf für die Bereitstellung von Wärme abnimmt.
TÜV Süd hat Standard zur Bewertung der Energie- und Medieneffizienz definiert
Doch je nach Eigenart der Maschine, der Anlage und der Branche tragen viele weitere Prozesse und Komponenten zum Energie- und Medienbedarf bei. Außer Strom und Druckluft gehören dazu beispielsweise auch der Verbrauch von Wasser, Kühl-, Schmier- oder Desinfektionsmitteln sowie von Einsatzstoffen. Die Verwendung bedingt gleichzeitig industrielle Abwässer und Emissionen, die direkten schädlichen Einfluss auf die Umwelt nehmen können.
Die Energie- und Medieneffizienz von Anlagen und Maschinen kann daher branchenübergreifend nur eingeschätzt werden, wenn alle Komponenten, Parameter und Eigenschaften betrachtet werden. TÜV Süd hat einen Standard zur Bewertung der Energie- und Medieneffizienz von Anlagentechnik festgelegt, der ebenso die Umweltverträglichkeit berücksichtigt. Benchmark ist dabei die beste verfügbare Technik. Der Standard „Energy and Media Efficiency, Environmental Sustainability“ (EME) ermöglicht so die Entwicklung von energieeffizienten, ressourcen- und umweltschonenden Industriesystemen und Fertigungsprozessen.
Einzelne Maschinen oder Unternehmensprozesse zertifizieren
Denn in erster Linie wird die unternehmerische Verankerung der Aspekte Energieeffizienz, Ressourceneffizienz und Umweltverträglichkeit im Betrieb oder Konstruktionsprozess analysiert. Durch die Unternehmensstrukturen muss gewährleistet sein, dass die Mitarbeiter die Anlagen hinsichtlich größtmöglicher Effizienz betreiben oder entwickeln. Dazu bedarf es beispielsweise eines verantwortlichen Energiebeauftragten, einer kontinuierlichen Beobachtung des Standes der Technik sowie Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen, um die Belegschaft für die drei Aspekte zu sensibilisieren. Sie sind zwingende Voraussetzung dafür, dass Einsparpotenziale auf allen Ebenen identifiziert und ausgeschöpft werden können.
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