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Ziehl-Abegg

Energieoptimierte Ventilatoren sorgen mit wenig Strom für frischen Wind

| Redakteur: Frank Fladerer

3,75 Mio. MWh elektrische Arbeit und fast 500 Mio. Euro an Energiekosten könnten allein in Deutschland durch den Austausch älterer und nicht wirtschaftlicher Ventilatoren gegen energieeffiziente Modelle eingespart wer-den. Verbesserung der Energieeffizienz bei gleichzeitiger Reduktion der Geräuschemissionen sind die Schwerpunkte künftiger Entwicklungen bei Ziehl-Abegg als einem der größten Hersteller der Branche.

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Besonders leise und dabei energieeffizienter als seine Vorgänger: Der Lüfter FE 2 Owlet wurde nach dem Vorbild eines Eulenflügels konstruiert.
Besonders leise und dabei energieeffizienter als seine Vorgänger: Der Lüfter FE 2 Owlet wurde nach dem Vorbild eines Eulenflügels konstruiert.
( Archiv: Vogel Business Media )

Zwischen 25 und 30%, so schätzt das baden-württembergische Informationszentrum Energie, ist das Energieeinsparpotenzial bei bestehenden lufttechnischen Anlagen. Allein bei den Ventilatoren sind nach Angabe des Fraunhofer-Instituts für Systemtechnik und Innovation Stromsparpotenziale von bis zu 20% möglich.

Wo überall sich außer in der Lüftungsanlage Ventilatoren verstecken, erschließt sich häufig erst auf den zweiten Blick: Von der Kühlung eines Schweißroboters bis hin zur Maschinensteuerung, zu Schaltschränken oder der EDV reicht das Spektrum. „In einer Windkraftanlage sind zum Beispiel mehr als zehn große Lüfter enthalten. Das fängt bei der Trafo-Kühlung an und endet bei Lüftern in der Gondelklimatisierung“, erläutert Peter Fenkl, Vorstandsvorsitzender der Ziehl-Abegg AG.

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Energieeffizienz beginnt beim Lüfterantrieb

Der Hersteller setzt bei seinen Entwicklungen unter anderem beim Lüfterantrieb an. So arbeitet Ziehl-Abegg mit einer Stern-Dreieck-Schaltung, Spannungssteuerung sowie internen und externen Frequenzumrichtern. Außerdem kommen EC-(Electronically-Commutated)-Motoren zum Einsatz, die im Gegensatz zu herkömmlichen AC-Motoren über einen Permanentmagneten im Rotor und eine elektronische Steuerung für die Kommutierung im Stator verfügen.

Durch diese kollektorlose Bauweise ist die Energieeffizienz der EC-Motoren höher als die von AC-Motoren. Ziehl-Abegg geht noch einen Schritt weiter und berücksichtigt die Geometrie der Lüfter. Ein aktuelles Beispiel liefert die Ventilator-Baureihe FE 2 Owlet. Hinter dem Namen, der die englischen Begiffe Owl (Eule) und Let für Winglet (Flügelspitze bei Flugzeugen) verbindet, steckt ein zum Patent angemeldeter Ventilatorflügel. Bei seiner Entwicklung hat der Hersteller aus Künzelsau im Hohenlohekreis bionische Erkenntnisse aus der Natur zu konkretem technischem Vorteil umgesetzt. „Wir konnten die Energieeffizienz mit unserem Owlet um weitere 8% steigern“, sagt Peter Fenkl.

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