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EBM-Papst Landshut Energiesparender EC-Motor ersetzt Spaltmotor

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Zur weiten Verbreitung des Spaltpolmotos haben die für Asynchronmotoren typische Laufruhe, die Wartungsfreiheit und die hohe Lebenserwartung beigetragen. Allerdings gibt es einen Nachteil: Spaltpolmotoren arbeiten prinzipbedingt mit vergleichsweise geringen Wirkungsgraden.

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Der neue IQ-Motor ist die konsequente Weiterentwicklung des bewährten Spaltpolmotors (Q-Motor). Bild: EBM-Papst Landshut
Der neue IQ-Motor ist die konsequente Weiterentwicklung des bewährten Spaltpolmotors (Q-Motor). Bild: EBM-Papst Landshut
( Archiv: Vogel Business Media )

Eine geeignete Alternative zu den weit verbreiteten Q-Motoren mit ihren eher geringen Wirkungsgraden zu finden, war bisher jedoch nicht einfach. Vergleichsweise hohe Anschaffungskosten oder für den Applikationsbereich eher ungeeignete Bauformen sprachen dagegen. Der Motoren- und Ventilatorenspezialist EBM-Papst Landshut hat diese Problematik erkannt und als Ersatz für Q-Motoren einen neuen EC-Motor (elektronisch kommutiert, englisch: electronical commutation) entwickelt, der sich äußerlich nicht von den bewährten Spaltpolmotoren unterscheidet.

EC-Technik hat positiven Effekt auf den Wirkungsgrad

Bei der EC-Technik werden die drei Spulenstränge des Stators über eine Brückenschaltung (mit Transistoren, Mosfet oder IGBT, bei kleinen Leistungen in einem Leistungs-IC integriert) kommutiert. Dies wirkt sich ganz deutlich auf die Wirkungsgrade aus. Energieeinsparungen bis 70% sind dadurch ohne weiteres realisierbar, so der Hersteller. Gleichzeitig erschließe die integrierte Elektronik im Vergleich zu konventioneller AC-Technik intelligente Steuer- und Regelmöglichkeiten.

Weil die als IQ-Motor bezeichnete Neuentwicklung sowohl mechanisch als auch elektrisch kompatibel zur „alten“ Technik ist, sollen sich die Motoren einfach gegeneinander austauschen lassen. Axiallüfterräder mit 154 bis 254 mm Durchmesser können in gleicher Weise auf dem neuen IQ-Motor montiert werden. Dasselbe gilt laut Hersteller für den Befestigungsfuß, den Wandring und das Schutzgitter. Die Motoren sind ausgelegt für Nennspannungen von 115 oder 230 V bei 50 oder 60 Hz Netzfrequenz. Die maximale Leistungsabgabe beträgt 10 W.

Umstieg rechnet sich Kosten- und aus Umweltgründen

Ein Umrüsten auf die neue Motortechnik bietet sich immer dann an, wenn der alte Spaltpolmotor ausfällt oder man anstrebt, Energie einzusparen. Der Umstieg rechnet sich sowohl für die Umwelt als auch für den Anwender, wie ein Rechenbeispiel zeigt: In einem kleinen Supermarkt mit 40 Ventilatoren betrug die Energieersparnis 70%, was 7,5 MWh pro Jahr entspricht. Für die Umwelt bedeutet dieser Wert, dass 4,4 t Kohlendioxid weniger produziert werden. Aber auch der Anwender profitiert davon. Bei einem angenommenen Strompreis von 10,7 Cent je kWh spart er 800 Euro im Jahr.

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