Anbieter zum Thema
Es mussten mehrere Punkte bei der Entwicklung des neuen Lagers berücksichtigt werden: Die Lagerung von etwa 3000 l Lack, Verdünner und Härter sollte zentral an einem Lagerort nahe der Produktion sichergestellt werden. Hinzu kam die Besonderheit, dass das Unternehmen in einem Wasserschutzgebiet liegt, deshalb müssen 100% der gelagerten Gefahrstoffmenge sicher aufgefangen werden. Bei der Ausführung wurden alle notwendigen Gesetze und Verordnungen berücksichtigt, zum Beispiel das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) §19 auf Bundesebene sowie die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (VawS) auf Landesebene.
Flexibles Brandschutzlagers als mobile Innenaufstellung
Die Aufstellung des flexiblen Brandschutzlagers im Bereich der Warenannahme sollte als mobile Innenaufstellung erfolgen. Eine Außenlagerung kam nicht in Frage, weil der Arbeitsablauf so wenig wie möglich beeinträchtigt werden sollte. Es war Brandschutz F90 erforderlich, weil Produkte mit einer Kennzeichnung R10 (entzündbar), R11 (leichtentzündbar) und R12 (hochentzündbar) gelagert werden sollten.
Innerhalb des Gefahrstofflagers wurde vom Betreiber Ex-Zone 2 festgelegt, außerhalb des Lagers ist keine Ex-Zone ausgewiesen. Des Weiteren sollte das Lager eine Türfeststellanlage für einfaches und schnelles Be- und Entladen bekommen. Grundsätzlich sollte das Lager begehbar sein, da überwiegend Kleingebinde gelagert werden. Nach diesen Vorgaben lässt sich nun anhand eines einfachen Ablaufplans schnell das richtige Gefahrstofflager auswählen (Bild 1).
Neue Wanne hat ein Auffangvolumen von 3000 l
Lacke, Verdünner und Härter sind als wassergefährdend eingestuft, deshalb muss nach WHG eine Wanne vorgesehen werden, die Leckagen und Spritzverluste aufnehmen kann.
Der Standard-Brandschutzmodulcontainer BMC 600-X von Denios hat ein Auffangvolumen von 1700 l. Da sich der Aufstellort im Wasserschutzgebiet befindet, müssen 100% der eingelagerten Gesamtmenge aufgefangen werden können. So wurde kurzerhand eine neue Wanne konstruiert. Diese kundenindividuelle Lösung kann die geforderten 3000 l Auffangvolumen spielend auffangen. Der höhere Einstieg, bedingt durch die Sonderwanne, wurde mit einem zweistufigen Eintritt gelöst. Die Mitarbeiter können nun schnell in das begehbare Lager gelangen, die benötigten Lacke, Härter und Verdünner entnehmen und diese nach Verwendung in den Lackierkabinen wieder in den Brandschutzcontainer bringen.
(ID:325926)