„Kraftwerk“ E-Auto EON glaubt an Vorteile durch Elektroautos als Stromquellen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Betrachte man die in Elektroautos gespeicherte elektrische Energie, komme einiges zusammen. Und immer mehr Autos wären technisch in der Lage, diese als Strom wieder abzugeben. EON sieht das als Chance ...

EON hat mal nachgerechnet, was man energetisch für Vorteile hätte, wenn man Elektroautos, die für das bidirektionale Laden vorbereitet sind, dazu nutzt, nachts den jeweiligen Haushalt mit Strom zu versorgen – der Akku im Auto macht`s nämlich möglich ...(Bild:  EON)
EON hat mal nachgerechnet, was man energetisch für Vorteile hätte, wenn man Elektroautos, die für das bidirektionale Laden vorbereitet sind, dazu nutzt, nachts den jeweiligen Haushalt mit Strom zu versorgen – der Akku im Auto macht`s nämlich möglich ...
(Bild: EON)

EON sieht in den Batterien bestimmter E-Autos ein großes Stromspeicherpotenzial. Seit Anfang 2025 seien demnach in Deutschland bereits über 225.000 Elektroautos zugelassen, die technisch das sogenannte bidirektionale Laden bieten könnten. Das bedeutet, dass sie mit einer passenden Wallbox nicht nur Strom für den eigenen Betrieb speichern, sondern auch in den Haushalt oder das Stromnetz denselben zurückspeisen können, wie EON erklärt. Etwa 30 nicht näher genannte Modelle kämen dafür infrage. In Pilotprojekten werde das auch schon erprobt. Doch in der Breite ist diese Energiequellenalternative noch nicht verfügbar. Denn für eine flächendeckende Verbreitung seien noch viele regulatorische Fragen offen, die grundlegend geklärt werden müssten. Es fehlten auch rechtliche Rahmenbedingungen, einheitliche Standards und marktfähige Tarife.

Rund 12 Stunden Strom in Dunkelphasen

Die einfachste Art des bidirektionalen Ladens wird „Vehicle to load“ (V2L) oder „Vehicle to Device“ (V2D) genannt. Sie sind laut Adac schon in einigen Automodellen erhältlich. Dabei befindet sich im E-Auto eine ganz normale Steckdose, an die man elektrische Geräte anschließen kann. Genutzt wird das etwa von Campern oder Handwerkern. Bei der Variante „Vehicle to Home“ (V2H) speist das E-Auto aber über die Wallbox gespeicherte Energie als Strom in das Hausnetz ein, wie man erklärt. Und wird der Strom aus dem Autoakku über die Wallbox an das Verteilnetz abgegeben, spricht man von „Vehicle to Grid“ (V2G). EON merkt dazu an, dass, wenn nur 60 Prozent der Batteriekapazitäten nachts flexibel zur Verfügung stehen würden, man fast 8.000 Megawattstunden Energie zur Verfügung haben, die kurzfristig und dezentral nutzbar wäre. Das sei dann genug Strom, um zweieinhalb Millionen Haushalte von 17:30 Uhr abends bis 5:30 Uhr morgens zu versorgen – also beispielsweise genau dann, wenn viele Geräte laufen müssen, aber weniger Solarenergie zur Verfügung stehe. Diese Leistung entspreche derjenigen von knapp zweieinhalb großen Gaskraftwerken, die in dieser Zeit stillstehen könnten. Große Mengen CO2 können laut EON so durch den Netzeinsatz der Akkus der E-Autos vermieden werden.

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