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Erfolgreicher Umstieg von „selbstgestricktem“ PPS auf Standard-MES

| Autor/ Redakteur: Tino Böhler /

Über Jahre war der österreichische Automobilzulieferer Aspöck mit einem selbst gestrickten Produktionsplanungssystem unterwegs. Das starke Wachstum des Peuerbacher Unternehmens machte schließlich den Umstieg auf ein professionelles Manufacturing-Execution-System unausweichlich.

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Aspöck produziert in Österreich Beleuchtungseinrichtungen und Verkabelungssysteme für Automobile und Anhänger. Bilder: Industrie Informatik
Aspöck produziert in Österreich Beleuchtungseinrichtungen und Verkabelungssysteme für Automobile und Anhänger. Bilder: Industrie Informatik
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Aspöck Systems GmbH mit Hauptsitz im oberösterreichischen Peuerbach ist auf die Herstellung von und den Großhandel mit elektrischen Beleuchtungs- und Verkabelungsanlagen für Kraftfahrzeuge und Anhänger spezialisiert. Das kontinuierliche Wachstum und das Erreichen einer führenden Marktposition in Europa erforderten denn auch ein Mitwachsen der IT-Landschaft.

Um hier optimal aufgestellt zu sein und nicht eines Tages nur noch die Schlusslichter des hart umkämpften Zuliefermarktes zu sehen, entschied man sich für die Einführung einer MES-Lösung. Die Wahl fiel auf Cronetwork des österreichischen Anbieters Industrie Informatik mit Sitz in Linz. Hans Pühringer, Projektleiter bei Aspöck, beschreibt die Situation: „Wir hatten vor Cronetwork ein selbst gestricktes Programm im Einsatz, das den neuen, ständig wachsenden Anforderungen und dem fortlaufenden Ausbau unserer Produktion nicht mehr standgehalten hat und so eine größere Zusatzprogrammierung nötig gemacht hätte.“

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Durchgängige Personalzeiterfassung als Grundbedingung für MES

Die Erwartungen an das neue Manufacturing-Execution-System waren klar definiert: mehr Transparenz in der Fertigung und optimale Unterstützung der Fertigungsplanung. „Wir wollten dazu eine durchgängige Personalzeiterfassung, wobei die Kapazitätsplanung in Echtzeit in die Produktionsplanung mit eingebunden sein sollte“, kommentiert Hans Pühringer die Anforderungen an die neue Software. Den Ausschlag für die Wahl von Cronetwork gaben dann die Möglichkeit, mit der Personalzeiterfassung verschiedene und sehr flexible Zeit- und Schichtmodelle verwalten zu können, mit der Betriebsdatenerfassung für eine stark verbesserte Transparenz in der Fertigung zu sorgen, und schließlich noch die „hervorragende Planungsmöglichkeit für unsere vielen Montagegruppen“, wie Pühringer betont.

Besonders im Bereich der Montage, in dem auf Handarbeitsplätzen montiert wird, war beim oberösterreichischen Automobilzulieferer das Optimierungspotenzial hoch. Dank Cronetwork kann nun jederzeit per Mausklick nachvollzogen werden, wo und zu welchem Zeitpunkt ein Auftrag in Bearbeitung ist. Durch die Verbindung der Schichtplanung mit der Feinplanung steht die Personalkapazität für die Fertigungsplanung zur Verfügung. So beeinflussen Krankenstand oder Urlaubsgenehmigung die Durchlaufzeit der Aufträge. Cronetwork Feinplanung übernimmt laufend die Werkaufträge aus dem ERP-System – zum Einsatz kommt Baan – und ermöglicht anschließend die automatische Detailplanung unter Berücksichtigung von Auftragsnetzen. Mit Hilfe der Feinplanung werden auch Rüstzeitoptimierungen vorgenommen.

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