Produktionsplanung

ERP-Releasewechsel ermöglicht effizientere Prozesse

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Eine hochintegrierte Schnittstelle zur CAE-Lösung sorgt dafür, dass die Lagerbestände und Preise aus dem ERP- an das CAE-System übergeben werden. Der Konstrukteur bestellt mittels der Vorausdisposition zunächst Langläufer, also Teile mit längerer Lieferzeit, und gibt die erstellten Gesamtstücklisten zurück ins ERP-System. Sobald die Arbeitspläne erstellt und mit einem Endtermin versehen sind, wird der Auftrag für die Produktion freigegeben. Sind die Schaltschränke komplett, generiert das ERP-System den Lieferschein und eine Schlussrechnung. Dank fortlaufender Auftragsnummer, die mit dem ersten Angebot kontinuierlich für einen Kunden benutzt wird, gibt die Datenbank bei späteren Reparaturen Auskunft, welche Komponenten verbaut wurden.

Nach Software-Releasewechsel mehr Übersicht gewonnen

Mit dem Releasewechsel der ERP-Software Sage ERP im April 2011 auf die Version 6.2 hat Rolf Janssen vor allem mehr Übersicht gewonnen. Der sogenannte Vorgangsbetrachter erlaubt es dem Unternehmen nun, jeden Vorgang sowohl nach Kunden oder Aufträgen als auch nach Artikeln oder Bestellungen im System zu finden.

Auch im Produktionsbereich hat sich die Übersicht verbessert. Das Bestellwesen ist schnell und auch im Lager gibt es Vereinfachungen. Durch die Ressourcenprüfungen innerhalb des Systems hat das Unternehmen nun einen guten Überblick über die Fehlteilsituation der einzelnen Fertigungsaufträge. Das ermöglicht eine verbesserte Reaktionsfähigkeit. Ein weiteres Beispiel für die Vorteile durch den Releasewechsel ist der Bereich Lager: Der Wareneingangsleitstand ließ in der Version 4.1 für Bestellungen keine Sammelbuchungen zu. Stattdessen musste jede Position einzeln gebucht werden.

Produktion entscheidet, wann sie mit dem Bau der Anlagen beginnt

Jetzt können Bestellungen mit zahlreichen Positionen aufgerufen und verbucht werden. Bei einer Bestellung, die im Durchschnitt 10 Positionen beinhaltet, führt dies zu einer Zeitersparnis von etwa 20 %. Den Releasewechsel hat das Familienunternehmen genutzt, um Prozesse neu aufzusetzen. Während früher die Konstrukteure anhand von Kennzahlen und Schätzungen dem Einkauf Liefertermine für das benötigte Fertigungsmaterial vorgaben, entscheidet heute ausschließlich die Produktion, wann sie mit dem Bau der Anlagen beginnt und zu welchen Terminen bestimmte Materialien vorrätig sein müssen.

Mit dieser Umstellung wird eine Unschärfe bei den Lieferterminen vermieden. Denn während die Konstrukteure nur den jeweiligen Auftrag im Blick haben, kann die Arbeitsvorbereitung in der Produktion mit Unterstützung der Software das Gesamtvolumen der abzuarbeitenden Aufträge beurteilen.

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