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Aus dem Umfeld des deutschen Ministeriums für Umwelt drang durch, dass das spanische Industrieministerium massiv den Zugang zum französischen Stromnetz fordert. Die Franzosen verweigern diesen bislang. Auch bestehen bereits zwischen Spanien und Marokko separate Vereinbarungen. Marokko bezieht Strom aus Spanien.
Deutsche Konzerne steigen bei Desertec aus
„Es wäre das erste Abkommen zwischen Regierungen in Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika, das den physikalischen Transport von Strom aus erneuerbaren Energien über Landesgrenzen hinweg regeln würde“, sagt DII-Geschäftsführer Paul van Son. Zu einer Zustimmung durchringen kann sich bislang auch nicht der spanische Netzbetreiber Red Electrica. Dieser hat mit der EU-Kommission bereits eine erste Machbarkeitsstudie erstellt. Dabei stellt sich sicher auch die lokale Akzeptanzfrage, wenn etwa neue Stromtrassen über den Kopf der lokalen Regierungen hinweg verlegt werden sollen.
Ungefähr zum gleichen Zeitpunkt kündigten Siemens und Bosch Rexroth ihre Gesellschafterverträge bei der DII GmbH zum Ende des Jahres 2012. „Siemens sieht DII weiterhin als visionäres Vorhaben, das technisch machbar ist“, kommentierte Torsten Wolf, Pressesprecher Siemens AG - Energy Sector. DII sei auch eine große Chance für Afrika: Es biete Arbeitsplätze vor Ort und der Strom lasse sich natürlich zuerst für die lokalen Verbraucher einsetzen, bevor man an eine Fernübertragung gehe. Strom aus den Wüstenregionen könne ein wichtiger Bestandteil des Energiemix der Zukunft werden – aber es werde immer um einen Mix gehen, der neben Wind- und Sonnenenergie natürlich auch konventionelle Kraftwerkstypen mit einschließe.
First Solar und State Grid Corporation of China zeigen Interesse
Zum Ausstieg der Gesellschafter sagte van Son: „Wir haben eine normale Fluktuation. Immer kommen interessante Unternehmen zu uns. Natürlich ist die Anfangseuphorie verblasst, aber das ist doch normal.“ Dem Ausstieg der deutschen Unternehmen steht das Interesse des US-amerikanischen Solarpaneeleherstellers First Solar sowie des chinesischen Netzbetreibers State Grid Corporation of China (SGCC) gegenüber.
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