Euromold 2015

Euromold bleibt weltweit größte Messe ihrer Art

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Interview – Barbara Schulz hat nachgefragt:

Schulz: Frau Schnabel, die Moulding Expo ist erfolgreich zu Ende gegangen, ist jedoch noch etwas regionaler orientiert. Die Euromold steht für Internationalität und die Abbildung der gesamten Prozesskette. Wieviele Aussteller konnten Sie schon gewinnen, mit wie vielen rechnen Sie und wieviele werden aus dem Ausland kommen?

Schnabel: Seit dem 13. Juli sind sogar schon 350 Firmen angemeldet. Und wie gesagt, sollte es erfahrungsgemäß etwa 420 werden. Die von Ihnen erwähnte Abbildung der Prozesskette ist unserer Meinung nach eine der besonderen Alleinstellungen der Euromold. Deshalb haben wir – zusammen mit unseren Ausstellern – ein wenig Feintuning betrieben. Die Aussteller werden künftig vor allem folgenden großen Produktbereichen zugeordnet: Design, Digitale Produktentwicklung – also alles rund um Software, Virtuelle Realität, Augmented Reality, Reverse Engineering etc., Werkzeug- & Formenbau, Produktion & Zulieferer sowie das Querschnittsthema Additive Manufacturing & 3D Printing. Die aktuelle Verteilung der angemeldeten Firmen auf diese Bereiche entnehmen Sie bitte der Grafik. Unser Eindruck ist, dass die Bereiche ein erstaunlich ausgewogenes Verhältnis bezüglich der Abdeckung der gesamten Prozesskette aufweisen.

Schulz: Können Sie die kürzlich ausgesandte Liste der Aussteller namentlich erweitern? Gibt es etwa andere Anmeldungen von großen Normalienherstellern, die bereits zugesagt haben, wie Meusburger? Haben Sie Firmen aus dem Werkzeug- und Formenbau im Boot?

Schnabel: Seit Anfang dieser Woche ist das Online-Ausstellerverzeichnis auf unserer Website verfügbar. Dieses wird von uns ab sofort kontinuierlich aktualisiert. Wir hoffen, dass damit sehr viel präziser Auskunft gegeben ist als jede unserer Antworten das an dieser Stelle könnte.

Aussteller aus 3D-Druckbereich sind treu

Schulz: Werden Firmen wie Stratasys aus dem 3D Print-Bereich teilnehmen, nachdem sie ihre Zusage für die formnext in Frankfurt gegeben haben?

Schnabel: Gerade der von Ihnen genannte Bereich additive Manufacturing & 3D Printing wird auf der Euromold 2015 in Düsseldorf wieder besonders stark sein. Wir möchten hier nochmal auf den Anteil von 36,2 % der angemeldeten Aussteller verweisen, die auf diesen Themenbereich entfallen. Die Zusage für andere Veranstaltungen schließt in aller Regel die Teilnahme an der Euromold nicht aus. Die Euromold ist die weltweit wichtigste und umfassendste Messe in diesem Bereich – gerade rund um die additiven Fertigungsverfahren gibt es eine erstaunliche Beständigkeit der Aussteller und zahlreiche weitere Aussteller, die in diesem Jahr erstmals angemeldet sind.

Schulz: Sie wollen in Ihrem Konzept auch gezielt Designer ansprechen - wie sieht der derzeitige Stand aus?

Schnabel: Bislang konzentrieren wir uns dabei auf den Gemeinschaftsstand „Design“. Hierzu werden wir in den kommenden Wochen weitere Details veröffentlichen und bitten daher noch um ein wenig Geduld.

Keynotes für alle Messebesucher frei zugänglich

Schulz: Gibt es bereits Pläne für ein Rahmenprogramm?

Schnabel: Ja, selbstverständlich. Allen voran möchten wir an dieser Stelle die Konferenz rund um das Thema additive Fertigungsverfahren erwähnen. Durch die Kooperation mit Wohlers Associates, Inc. und der Society of Manufacturing Engineers SME hat diese Konferenz sich in ihrer Dimension komplett verändert: sie umfasst nun drei komplette Konferenztage und parallele Sessions. Um nur einige Highlights zu nennen: Jeff Kowalski, Senior Vice President und CTO von Autodesk (USA), Stephen Nigro, Senior Vice President von Hewlett-Packard (USA) und Professor Jules Poukens, Schädel- und Gesichtschirurg an der Universität Hasselt und Leuven (Belgien). Herr Professor Poukens war übrigens der leitende Chirurg bei der ersten Implantation eines komplett mittels 3D-Druck hergestellten Kiefers. Den aktuellen Status des Konferenzprogramms werden wir in den kommenden Tagen veröffentlichen und stetig aktualisieren. Freuen Sie sich auf zahlreiche weitere Highlights. Was uns übrigens noch wichtig ist: diese Konferenz soll für jeden Messebesucher, der sich für die additiven Fertigungsverfahren interessiert, Impulse bieten – daher sind alle Keynotes für alle Messebesucher ohne Zusatzkosten frei zugänglich.

Schulz: Inwieweit arbeiten Sie mit SME und Wohlers zusammen

Schnabel: Zum Teil habe ich das schon beantwortet. Über die erwähnte Konferenz hinaus, sorgen diese beiden Partner für die weitere Stärkung der weltweiten Präsenz und Strahlkraft der Euromold. Terry Wohlers ist der wohl profundeste Kenner der Branche. SME hat viele Jahre Erfahrung mit führenden Konferenzen zum Thema in Nordamerika und ist einer der stärksten Ingenieur-Verbände. Dementsprechend eröffnen beide in den USA und weit darüber hinaus direkten Zugang zu abertausenden Kunden, welche die Euromold bisher vielleicht noch nicht besucht haben.

Euromold gegen formnext: Bald Entscheidung?...

Schulz: Die Demat hat gegen die Messe Frankfurt aus bekannten Gründen eine einstweilige Verfügung beantragt. Der Widerspruch der Messe Frankfurt wurde abgelehnt. Was hat das für Konsequenzen? Rechnen Sie damit, dass die formnext nicht stattfinden wird?

Schnabel: An Spekulation möchten wir uns nicht beteiligen. Wir hoffen aber, dass die Entscheidung des Gerichts und die zugrunde liegende Faktenlage für sich sprechen.

Schulz: Welche weiteren rechtlichen Schritte sind geplant?

Schnabel: Hier bitten wir um Ihr Verständnis, dass wir über die nächsten geplanten Schritte im Moment keine Auskunft geben können. Sobald diese erfolgt sind, werden wir Sie aber umgehend informieren. Das wird sehr bald sein.

MM

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