Exportprognose Experten glauben an schrumpfende Ausfuhren aus Deutschland

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Handelskriege und steigender Protektionismus dürften nach Einschätzung von Experten das Wachstum der deutschen Industrieexporte deutlich schmälern ...

Mauern oder öffnen? Eine Studie von Deloitte sieht den deutschen Export und auch den Europas gefährdet, wenn man die Chancen nicht ergreift, die sich einem durch jüngste Entwicklungen bieten ...(Bild: ©  Ralf Gosch - stock.adobe.com)
Mauern oder öffnen? Eine Studie von Deloitte sieht den deutschen Export und auch den Europas gefährdet, wenn man die Chancen nicht ergreift, die sich einem durch jüngste Entwicklungen bieten ...
(Bild: © Ralf Gosch - stock.adobe.com)

Bis 2035, so die Meinung der Experten der Wirtschaftsprüfgesellschaft Deloitte, ist nur noch mit einem Wachstum der Exporte um 1,3 Prozent pro Jahr zu rechnen. In den vergangenen zehn Jahren waren es immerhin noch 2,1 Prozent gewesen. Der Grund für den Drehzahlrückgang des Konjunkturmotors ist der zugrunde liegenden Studie zufolge vor allem dadurch zu erklären, dass China und USA immer weniger abnehmen. Statt mit Zuwächsen rechnen die Experten in beiden Ländern nun vor allem mit Rückgängen. Die deutschen Ausfuhren in die USA dürften demnach im Schnitt um 1,5 Prozent pro Jahr schrumpfen und Exporte nach China sogar um 1,7 Prozent. Mit Blick auf die USA falle immerhin der Einbruch damit nicht mehr ganz so dramatisch aus, wie noch vor etwa einem Jahr befürchtet wurde. Denn damals hatte Deloitte in einer noch mit jährlich 3,2 Prozent Schwund in Sachen US-Geschäft gerechnet.

Der Handel innerhalb Europas könnte Deutschland helfen

Deutliche Zuwächse erwarten die Experten, wie es weiter heißt, durch den innereuropäischen Handel! Denn Frankreich habe China bereits 2025 als zweitwichtigsten Handelspartner Deutschlands überholt. Es ist laut Deloitte also damit zu rechnen, dass auch die Industrieexporte in die Niederlande und nach Großbritannien die Ausfuhren in die Volksrepublik in wenigen Jahren übersteigen können. Auch das Geschäft mit Polen sehe gut aus. Denn im Schnitt werde es um fast 3 Prozent pro Jahr wachsen und 2035 dann ebenfalls China als Absatzmarkt überholt haben, wenn es so weitergehe.

Neue Absatzmärkte könnten Europa Schwung geben

Noch größeres Potenzial will man in Ländern wie Indien, Brasilien und Australien erblicken. Im Schnitt rechnen die Deloitte-Experten dort nämlich mit Wachstumsraten von 3,9 bis 4,7 Prozent pro Jahr. Deutschland und die EU sollten deshalb auf alle Fälle entsprechende Handelsabkommen schließen. Denn als waschechte Industrienation brauche Deutschland ein neues Geschäftsmodell. Und jüngste Abschlüsse – wie die mit Indien und dem Mercosur-Staaten – machen Hoffnung, heißt es. Doch Hoffnung allein reiche nicht aus! Die Unternehmen müssen laut Deloitte auch die neuen Chancen nutzen und ihre Absatzmärkte breiter aufstellen. Europa muss auch seine Handelshemmnisse im Binnenmarkt weiter abbauen, raten die Spezialisten. Denn dann könnten die Zuwächse in Europa sogar noch größer ausfallen.

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