Digitalisierung Experten warnen vor Technologie-Abhängigkeit von China

Quelle: dpa

Technologie als Druckmittel: Besonders bei Digitaltechnologien baut China nach Ansicht von Experten seinen Vorsprung aus. Durch zunehmende „systemische Konkurrenz“ wachse das Risiko, künftig auf wichtige Technologien nicht mehr verlässlich zugreifen zu können.

Anbieter zum Thema

In vielen Hochtechnologiebereichen wie Künstlicher Intelligenz schreitet China mit großen Schritten voran. Europa droht entgültig den Anschluss zu verlieren, warnen EFI-Experten.
In vielen Hochtechnologiebereichen wie Künstlicher Intelligenz schreitet China mit großen Schritten voran. Europa droht entgültig den Anschluss zu verlieren, warnen EFI-Experten.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Deutschland und die EU drohen nach Einschätzung von Fachleuten bei digitalen Technologien den Anschluss zu verlieren und in eine zu starke Abhängigkeit von China zu geraten. Die „Expertenkommission Forschung und Innovation“ (EFI) überreichte am Mittwoch ihr Jahresgutachten an Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) mit entsprechenden forschungs- und innovationspolitischen Handlungsempfehlungen. Es ist das 15. Gutachten der Kommission.

„Die Abhängigkeit von chinesischen Importen macht der Expertenkommission Sorge“, hieß es in einer begleitenden Mitteilung. Deutschland habe zwar Stärken in den Produktionstechnologien sowie den Bio- und Lebenswissenschaften, sagte Kommissionsmitglied Carolin Häussler. Als „ernsthaft kritisch“, aufgrund von deutlichen Schwächen, würden aber die digitalen Technologien bewertet. In starkem Kontrast dazu stehe die ausgewiesene Stärke Chinas.

„Technologische Souveränität gehören ganz nach oben auf die politische Agenda“

Mit zunehmender „systemischer“ Konkurrenz zwischen dem Westen und China wachse das Risiko, „dass wir künftig auf wichtige Technologien nicht mehr verlässlich zugreifen können“, sagte Häussler. Die Kommission sieht daher „dringenden Handlungsbedarf: Die Themen Schlüsseltechnologien und technologische Souveränität gehören oben auf die politische Agenda.“ Empfohlen wird eine entsprechende Förderung von Forschung und Innovation.

In der Klimapolitik im Bereich Individualverkehr sind aus Sicht der Experten Autos mit Batterien die ökologisch wirksamste und volkswirtschaftlich sinnvollste Option zur Einsparung von Treibhausgasen. Um einen „entscheidenden Durchbruch“ zu erzielen, sprechen sie sich für „erheblich“ höhere CO2-Preise und eine Senkung oder sogar Abschaffung der Stromsteuer und der EEG-Umlage aus. Die Kfz-Steuer sollte zudem ebenfalls gesenkt und stärker auf nutzungsabhängige Abgaben, wie Maut- und Parkgebühren, gesetzt werden.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:48103780)