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Reifenhäuser auf der K 2019

Extrusions-Know-how im Zeichen der Nachhaltigkeit

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Robuste Monomaterialfolie aus reinem Polyethylen

Verpackungsfolien bestehen häufig aus einem Verbund von PET und PE als Laminat, heißt es. Das beigefügte PET verleihe der Folie genügend Steifigkeit für eine optimale Weiterverarbeitung, die reines Polyethylen nicht erreiche. Dieser Verbund ist jedoch nicht recyclebar, betont Reifenhäuser.

Reifenhäuser Blown Film präsentiert nun mit dem existierenden EVO Ultra Stretch seine neueste Idee für die Herstellung leistungsfähiger Monomaterialverpackungen aus reinem PE. Genauer gesagt, wird dabei der PET-Anteil durch gestrecktes Polyethylen ersetzbar, welches die Stabilität des Gesamtsystems garantiert und folglich das Recycling machbar werden lässt. Das Folienstretchsystem (MDO) wird bereits erfolgreich in Anlagen für atmungsaktive Backsheetfolien im Hygienebereich eingesetzt, so Reifenhäuser „Entscheidend ist die Positionierung der MDO im Abzug. Diese ist bis dato einzigartig auf dem Markt. Der Vorteil liegt darin, den Kunststoff aus erster Wärme auf die vier- bis sechsfache Fläche strecken zu können,“ erklärt Eugen Friedel, Vertriebsleiter bei Reifenhäuser Blown Film. So erreiche man eine weitaus höhere Prozessstabilität sowie niedrigere Schrumpfwerte weil die Kühlstrecke länger sei. Das Resultat ist eine recycelbare PE-Folie, die mit verbesserten Siegeleigenschaften das PET nachhaltig ersetzen kann.

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Leicht anpassbarer Energieschoner

Die einfache Siegelfähigkeit steigere auch die Effizienz im nachfolgenden Konfektionsprozess. Schließlich könne sie ohne Anpassung auf bestehenden Konfektionsanlagen weiterverarbeitet werden. „Mit der Adaption des EVO Ultra Stretch auf Monomateriallaminate ist es Reifenhäuser Blown Film gelungen, eine ökologisch und wirtschaftlich sinnvollere, hochperformante Alternative innerhalb der Verpackungsproduktion zu bieten,“ so Friedel. Im Vergleich zu herkömmlichen Folienstretchsystemen sollen die Investitionskosten für die Komponente wesentlich geringer sein. Gleichzeitig sinke der Energieverbrauch durch die Ausnutzung der entstehenden Wärme für die Verarbeitung. Den Praxistest hat die Anwendung bereits bei einem Reifenhäuser-Kunden erfolgreich bestanden, merkt Friedel an.

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