Humanoide Roboter
Wenn Räder nicht ausreichen

Ein Gastbeitrag von Nicolas Lehment, Senior Principal System Architect, NXP Semiconductors 5 min Lesedauer

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Fahrerlose Transportsysteme (FTS) und mobile, radgetriebene Roboter dominieren derzeit die Produktions- und Lagerhallen. Doch mit steigenden Anforderungen wird klar: Räder allein reichen nicht mehr aus. Die Nachfrage nach Maschinen, die sich in komplexeren, an Menschen orientierten Umgebungen bewegen können, wächst.

Humanoide Roboter können Menschen ohne Anpassung der Umgebung unterstützen.(Bild: ©  Gorodenkoff - stock.adobe.com)
Humanoide Roboter können Menschen ohne Anpassung der Umgebung unterstützen.
(Bild: © Gorodenkoff - stock.adobe.com)

In Krankenhäusern, Restaurants, Privathaushalten, im Freien, aber auch in vielen Lager- und Produktionshallen sind perfekt ebene Böden und freie Flächen ohne Stufen oder Hindernisse eine Seltenheit. Stattdessen müssen Roboter Schwellen überwinden, unvorhersehbare Hindernisse umgehen und sich spontan an eine Welt anpassen, die nicht vorhersehbar ist und auch nicht von Beginn an für Roboter modelliert wurde.

Die logische Antwort auf diese Herausforderungen sind humanoide Roboter. Denn sie orientieren sich am menschlichen Vorbild. Drei Kernbereiche bestimmen hier derzeit die Entwicklung für anspruchsvolle Einsatzumgebungen: Bewegungssteuerung, Umgebungswahrnehmung beziehungsweise Navigation sowie Modularität und Flexibilität. Gemeinsam treiben Innovationen in diesen Bereichen die Verbreitung jenseits von streng strukturierten Industrieumgebungen voran und machen Roboter somit zu wirklich vielseitigen autonomen Systemen.