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Teilereinigung

Feinstreinigung von Laser-Komponenten erfordert flexible Prozesse

03.09.2008 | Autor / Redakteur: Jean-Luc Haber / Josef-Martin Kraus

Bild 1: Reinigungsanlage für die Feinstreinigung von Bauteilen für Laserquellen. Aufgrund der Bauteilwerkstoffe und Verschmutzung findet eine wässrige Reinigung statt.
Bild 1: Reinigungsanlage für die Feinstreinigung von Bauteilen für Laserquellen. Aufgrund der Bauteilwerkstoffe und Verschmutzung findet eine wässrige Reinigung statt.

Die Lasertechnik verlangt von der Teilereinigung extrem saubere Bauteiloberflächen. Aufgrund der unterschiedlichen Bauteilwerkstoffe und Verschmutzungen müssen die Abläufe in Reinigungsanlagen zudem variiert werden können. Eine Anlage zur Feinstreinigung von Laser-Komponenten ermöglicht dank Modulbauweise eine freie Prozessauswahl.

Teilereinigung sichert Produktqualität, Wirtschaftlichkeit und damit Wettbewerbsfähigkeit. Das ist insbesondere bei Bauteilen der Fall, die von partikelförmigen und filmbildenden Produktionsrückständen absolut frei sein müssen. Ein Beispiel dafür sind Komponenten für Laserquellen. Um diese funktionsrelevanten Teile aus unterschiedlichen Werkstoffen komplett sauber und trocken zu bekommen, hat man bei der Schweizer Bystronic Laser AG, Niederönz, in die Feinstreinigung investiert.

Bauteile und Verschmutzung sprechen für wässrige Reiniger

Seit kurzem werden diese Teile dort in der Anlage Universal 71 W gereinigt (Bild 1). Die Anlage der Dürr Ecoclean GmbH, Filderstadt, entfernt sämtliche Verunreinigungen, unter anderem Partikel, Emulsionen, Tenside und Fingerprints. So ist eine Partikelfreiheit ab 5 µm Größe gefordert – bei Chargenabmessungen von 900 mm × 800 mm × 500 mm. Insgesamt soll die Anlage das Vorgängermodell nicht nur eins zu eins ersetzen. Hinsichtlich des Aufgabenspektrums werden eine höhere Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an zukünftige Herausforderungen verlangt.

Die Teilereinigung findet mit wässrigen Medien statt (Bild 2). Ausschlaggebend dafür ist, dass einerseits die zu reinigenden Teile zu 80% aus Aluminium und zu 15% aus Edelstahl oder Buntmetall gefertigt werden. Andererseits werden sie bei der Bearbeitung mit Emulsionen benetzt. Gemäß dem Grundsatz „Gleiches mit Gleichem reinigen“ lassen sich auf Basis einer wässrigen Reinigung optimale Ergebnisse erzielen. Außerdem wurde dadurch die Möglichkeit geboten, bestimmte Prozesse des Vorgängermodells zu übernehmen. Daraus resultierte ein weiterer Vorteil: Bystronic Laser konnte die langjährige Zusammenarbeit mit dem Chemie-Lieferanten – der Borer Chemie AG, Zuchwil/Schweiz – fortsetzen.

Dennoch lassen sich die Anforderungen nicht mit einer Standardanlage erreichen. Zwar wäre eine Anlage „von der Stange“ kostengünstig, jedoch nicht leistungsfähig genug. Diesen Spagat löst man durch modulare Bauweise. So bringt die Reinigungsanlage Universal 71 W „von Haus aus“ schon die wichtigsten Voraussetzungen für unterschiedliche Prozesse mit: Je nach Ausstattung ist damit die Reinigung von öl- und emulsionsverschmutzten Massenteilen möglich – oder die Fein- und Feinstreinigung von Montageteilen. Unter dem Strich ergibt sich dadurch laut Bystronic das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Kunde sah seine Vorstellungen eins zu eins umgesetzt.

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