Anbieter zum Thema
Größte Chancen beim Mattenverlegen und der Oberflächenbearbeitung
Fritz sieht weitere Herausforderungen in den Dimensionen der Bauteile und im Aufbügeln von CFK-Lagen, einem Prozessschritt, bei dem die Temperatur einen großen Einfluss hat: „Bei jeder neuen Technologie gibt es Hürden zu überwinden. So muss man sich in der Fertigung von Rotorblättern für Windkraftanlagen alleine von den Abmessungen her an andere Dimensionen gewöhnen. Soll das Aufbügeln von CFK-Lagen automatisiert werden, benötigt man für die Positionsbestimmung entsprechende CAD-Daten. Unser Bildverarbeitungssystem IR-vision wird hier gute Dienste leisten.“ Die größte Chance für eine Automatisierung mithilfe von Robotertechnik bieten nach seiner Einschätzung die Oberflächenbearbeitung und die Verlegung von Glasfasermatten, wo Fanuc auch in Forschungs- und Entwicklungsprojekte eingebunden ist.
Yaskawa bietet spezielle Roboter für die Nachbearbeitung wie das Fräsen, Bohren oder Schleifen an. „Unser MC2000 ist ein hochpräziser Roboter für die Nachbearbeitung und wir arbeiten an weiteren Varianten dieser Technik“, führt Schlenk aus.
Robotergestütztes Kleben gewinnt im Leichtbau an Bedeutung
Marc Leidner, Segmentleiter Kunststofftechnik bei der ABB Automation GmbH, Unternehmensbereich Robotics meint:„Wenn wir von Automatisierung sprechen, sehen wir nicht den Werkstoff, sondern in erster Linie die Applikation. ABB bietet hier beispielweise spezielle Kleberoboter mit integrierter Prozesssteuerung oder Roboter für die Bearbeitung bei hohen Prozesskräften wie der Zerspanung“. Seiner Meinung nach gewinnt das robotergestützte Kleben in der Fertigung von Leichtbaukonstruktionen zunehmend an Bedeutung gegenüber konventionellen Fügeverfahren wie Nieten, Verschrauben oder Schweißen. „Hierfür sprechen die zunehmende Zahl miteinander zu verbindender Werkstoffe und die steigende Komplexität der Bauteile. Hinzu kommen wachsende Anforderungen an Qualität, Flexibilität und Produktivität in den Fertigungsprozessen.“
ABB Robotics habe eine Lösung entwickelt, die alle am Kleben beteiligten Abläufe in die Robotersteuerung integriert. Dieses Konzept steigere die Effizienz beim Kleben und senke die erforderlichen Kosten und Mengen für den Energie- und Materialeinsatz. Anwender profitieren laut Leidner von kürzeren Ansprechzeiten der gesamten Anlage und einem deutlich präziseren Dosieren von Klebermengen bei gleichzeitig gesteigerter Prozessgeschwindigkeit. Auch ließen sich komplizierteste Klebenähte schnell und dosiersicher selbst bei engen Radien oder veränderlichen „Steppnähten“ legen.
Trend geht hin zu leichten Robotervarianten mit geringerem Energieverbrauch
Alle befragten Hersteller bestätigen, dass Leichtbaumaterialien, und hier besonders Faserverbundwerkstoffe wie CFK, auch für die Roboterherstellung selbst relevant sind. Es gebe einen Trend hin zu leichteren Robotern, da diese höhere Geschwindigkeiten bei kleinerem Energieverbrauch erreichten.
(ID:31868370)