Faserherstellung

Filterfasern der Zukunft kommen aus der Schmelz-Elektrospinnerei

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Zahlreiche Einflussfaktoren bestimmen Faserqualität

Dieses breite Spektrum an Wissen und Erfahrungen in einem Projekt ist notwendig, um die Komplexität des Schmelzelektrospinnens zu erfassen. Denn das Elektrospinnen hat viele Einflussfaktoren, welche sich gegenseitig beeinflussen und bestimmend für die Qualität der Faserbildung und -ablage sind. Die wichtigsten Einflussfaktoren sind das Polymer (etwa Viskosität und Leitfähigkeit), die Extrusion aus der Spinndüse (beispielsweise gleichmäßiger Druckaufbau im Düsenpaket), der Spinnraum zwischen Düse und Kollektor (zum Beispiel Temperatur und Feuchtigkeit) und der Kollektor mit dem elektrischen Feld (etwa Polarität). Innerhalb dieses Projektes werden alle diese Einflussfaktoren betrachtet, modifiziert und so aufeinander angepasst, dass eine neue Anlagentechnologie inklusive einer möglichen Prozessführung entsteht.

Polypropylen macht den Anfang

Der Startpunkt ist dabei das Polymer Polypropylen (PP) bei welchem mithilfe von Additiven unter anderem die Leitfähigkeit erhöht wird. Durch diese Additivierung verbessert sich die Interaktion zwischen den Filamenten und dem elektrischen Feld, wodurch wiederum eine stärkere Verstreckung der Filamente ermöglicht wird. Die dafür notwendigen Modifikationen am Polymer werden vom LSP durchgeführt. Eng mit dem Polymer verbunden ist dabei die Arbeit der Firma Fourné, welche sich, basierend auf der jahrelangen Erfahrung im Anlagenbau für Extrusionsanlagen, schwerpunktmäßig mit der Modifizierung der Schmelzeverteilung und des Düsenpakets beschäftigen.

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