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Länger verstreckte Fasern sind gefragt
Das Düsenpaket wird so modifiziert das ein Druckaufbau mit niedrig viskosen Polymerschmelzen möglich ist, ohne dabei die leitfähigen Additive wieder herauszufiltern. Darüber hinaus werden die Geometrie des Düsenpaketes und die Isolierung so verändert, dass der Wärmeverlust über die Düse auch bei einem geringen Schmelzedurchsatz ausgeglichen ist. Zur Unterstützung wird dafür im Spinnraum eine Temperierung so implementiert, dass der Spinnraum auf maximal 150 °C aufheizbar ist, ohne dabei den Aufbau des elektrischen Feldes oder den Abtransport der Fasern zu behindern. So ist es möglich, die Fasern länger zu verstrecken und Prozesse unabhängig von äußeren Einflüssen zu entwickeln. Als letztes Anlagenmodul wird der Kollektor dahingehend verändert, dass eine gezielte Filamentablage möglich ist.
Die Ziele des Projekts:
Das Ergebnis dieses Projektes ZIM E-Feld wird eine Anlage inklusive modifiziertem Polymer sein, welche zur Erforschung und Herstellung von Feinstfaservliesstoffen auf Polypropylenbasis im Pilotmaßstab geeignet ist. Die Pilot Elektro-Schmelzspinnanlage, ausgerüstet für den kontinuierlichen Betrieb mit einem speziellen Fourné Laborextruder, wird anschließend für Spinnversuche am Institut für Textiltechnik in Aachen zur Verfügung stehen. Unterstützt wird dieses Vorhaben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand – ZIM. MM
* Die Autoren: Ulrike Rübsam und Gunnar Seide arbeiten am Institut für Textiltechnik der Rwth Aachen, Jonas Deanicke und Dirk W. Schubert am Lehrstuhl für Polymerwerkstoffe der FAU Erlangen-Nürnberg, der Renate Fourné bei der Fa. Fourné Maschinenbau GmbH und Gerhard Pötter bei der Fa.Pötter-Klima GmbH
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