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Die Materialstationen von Fastems übernehmen in einem flexiblen Fertigungssystem die Handhabung der Materialpaletten und führen diese einem System zu respektive entnehmen Paletten aus einem System. Entsprechend den unterschiedlichen Anforderungen im Fertigungsalltag stellt Fastems auch hier eine Vielzahl an Materialstationen unter anderem für Holz-Europaletten und Gitterboxen zur Verfügung.
Neben Werkzeugmaschinen unterschiedlicher Hersteller sowie Bauarten und Baugrößen lassen sich auch Sonderfunktionen in ein flexibles Fertigungssystem integrieren. So können etwa Reinigungs- und Waschanlagen, aber auch das automatische Be- und Entladen mit Robotern oder eine Koordinaten-Messmaschine in ein System eingebunden werden (Bild 2).
Flexibles Steuerungssystem übernimmt Gesamtorganisation
Kein flexibles Fertigungssystem ohne zentrale Intelligenz: Als flexibles Steuerungssystem übernimmt das Manufacturing Management System (MMS) gewissermaßen die Gesamtorganisation eines flexiblen Fertigungssystems und hat sich, basierend auf mehr als zehn Jahren Entwicklungsarbeit, als besonders anwenderfreundliche Leitwarte etabliert.
Über ein Manufacturing Management System lassen sich unter anderem alle Maschinen- und Materialpaletten, die aktuellen Fertigungsaufträge sowie sämtliche NC-Programme für die Werkzeugmaschinen verwalten. Ein grundlegendes Feature dieser Systemsteuerung ist jedoch die automatische Überwachung der Werkzeugmagazine der Maschinen und die Zuordnung der Bearbeitungsjobs anhand der verfügbaren Werkzeuge.
Flexible Fertigungssysteme auch in kleinerer Form
Diese Funktionen lassen sich zudem mit weiteren Features ergänzen. Dazu gehören unter anderem die Verwaltung von Werkzeugmagazinen, die sich außerhalb der Maschine befinden, einer automatischen Identifikation der Werkzeuge via Code-Chips, die Integration der Werkzeug-Voreinstellgeräte sowie die Einbindung der Werkzeugdatenverwaltung in das System.
Überall dort, wo das enorme Potenzial eines Multi-Level-Systems nicht ausgeschöpft werden kann, empfehlen sich kleinere, aber nicht minder flexible Systeme wie das flexible Palettenmagazin (FPM), ein Standardfertigungssystem für eine Maschine beziehungsweise mehrere Werkzeugmaschinen. Bestandteile des flexiblen Palettenmagazins sind ein schnelles Regalbediengerät, ein Palettenspeicherregal mit zwei oder drei Ebenen, anwenderfreundliche Ladestationen und ein Steuerungssystem. Das Gesamtsystem kann jederzeit mit neuen Werkzeugmaschinen, Ladestationen und Speicherplätzen erweitert werden und ermöglicht somit eine sehr wirtschaftliche Automation, die sich den jeweiligen Anforderungen an die Produktivität flexibel anpasst.
Flexibles Fertigungssystem ist in einem Container kompakt verpackt
Als Alternative zu einem flexiblen Palettenmagazin bietet sich der flexible Palettencontainer (FPC) als kleinste Systemlösung an (Bild 3). Der flexible Palettencontainer ist ein komplettes flexibles Fertigungssystem, untergebracht in einem kompakten und damit platzsparenden Container. Jeder für einen bestimmten Werkzeugmaschinentyp ausgelegte flexible Palettencontainer enthält alle für ein automatisches Palettenspeicher- und Handhabungssystem erforderlichen Komponenten und lässt sich bei Bedarf problemlos durch Erweiterungscontainer ausbauen.
Ganz gleich ob eine schlanke Fertigung nach dem Just-in-Time-Prinzip, eine Serienfertigung mit großen Stückzahlen oder eine Fertigung mit variablen Losgrößen gefordert ist – durch den intelligenten Einsatz der flexiblen Fertigungssysteme müssen sich Flexibilität und Produktivität in der Automation nicht zwangsläufig ausschließen.
* Pekka Tuhkanen ist Geschäftsführer der Fastems GmbH in 73037 Göppingen
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