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Hochleistungsfilter werden kleiner und mobiler
Dies sind konstruktive Vorteile, die dafür sorgen, dass die gefilterten KSS äußerst lang nahe der ursprünglichen Reinheit im System genutzt werden können. Die Hersteller verfolgen dabei verschiedene Ansätze, um diese Anforderungen zu erfüllen. Dabei gibt es keinen Königsweg, sowohl zentrale als auch dezentrale Filtrationssysteme können je nach Einsatzbereich die effizientere Lösung darstellen. Knoll bietet zum Beispiel seinen Klassiker, den Feinstfilter „Micropur“ in frei skalierbaren Größen an. Als besonders flexibel gilt dabei der „Micropur Mini“. Bei diesem System handelt es sich um eine fahrbare Filtersäule, die sich für die mobile Reinigung von Maschine zu Maschine fahren lässt, um die Badpflege zu übernehmen. Der Mini besitzt dabei kein Rückspülsystem, sondern eine Einweg-Filterpatrone.
Doch auch die klassischen Modelle des Micropur, etwa die der F-Serie, gewährleisten immer individuellere Einsatzmöglichkeiten. Für den Micropur 120-F mit seinen zwei rückspülbaren Filterelementen, der in der Regel eine einzelne Maschine versorgt, bietet Knoll mittlerweile einen zusätzlich integrierten Automatikkonzentrator (AK) an. Darunter ist ein automatisches, wartungsfreies Abschlammsystem zu verstehen, das in den Standardbehälter der Einzelanlage eingebaut wird, dabei aber keinen zusätzlichen Platz benötigt. Der AK separiert Öl und Späne und befördert letztere in ein beliebiges Behältnis, das dann mit geringer Restfeuchte wiederaufbereitet oder entsorgt werden kann. Das Öl wird im Anschluss wieder der Maschine zugeführt.
Als dritten Weg neben solchen Kleinanlagen präsentierte Knoll jüngst eine Insellösung mit hoher Leistung: eine kompakte, standardisierte Filteranlage vom Typ Micropur 960-F, die sich mit bis zu 1.000 Liter Reinigungsleistung für mehrere Maschinen zum Hartmetallschleifen empfiehlt. Den Entwicklern ist es dabei gelungen, auf einer minimalen Aufstellfläche von 11,5 m² neben den Filterpatronen auch ein effizientes und variables Kühlkonzept sowie einen Automatikkonzentrator zu integrieren.
Sehr häufig wird der Filter in individuell konfigurierten, zentralen Filteranlagen für ganze Fertigungsbereiche eingesetzt. Eine solche zentrale KSS-Reinigung und -Versorgung bringt beim Präzisionsschleifen verschiedene Vorteile mit sich. Durch den Wegfall der Anlagenkomponenten innerhalb der Halle und den Abtransport des Späne/Öl-Gemischs durch Überflur-Rohrleitungen bleibt mehr Platz für Maschinen, die enger und flexibler stehen können. Die Wartung einer solchen Anlage ist einfacher zu bewerkstelligen als bei einer dezentralen Lösung. Außerdem bleibt die Produktionsstätte sauberer und die Temperatur des Schleiföls und damit auch der Maschinen lässt sich maschinenübergreifend besser kontrollieren.
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