Anbieter zum Thema
Wartungsfreies Kühlschmiersystem aus Fernost
Einen dritten Weg stellt die Automatisierung in der Filterreinigung dar beziehungsweise die Integration von Pumpe und Filter in einen einzigen Prozess. Eine Lösung dafür präsentierte jüngst ein Anbieter aus Fernost: Mit seinem Kühlschmiersystem YTH will der japanische Pumpenhersteller Nippon Oil Pump (NOP) den Sprung nach Europa schaffen. Die Anlage soll nahezu wartungsfrei sein, Betriebskosten um bis zu 40 % senken und die Produktivität dadurch noch einmal merklich steigern. Um den Markteinstieg besser zu bewältigen, kooperiert das Unternehmen mit dem Hydraulikanbieter Hydropa, der die Markteinführung sowohl in Deutschland als auch in Europa begleitet.
Das neue System kombiniert Zyklon- oder Turbulenzfilter mit leistungsstarken Pumpen zu einer kompakten Einheit und soll sich dadurch besonders für Hochdruckanwendungen wie zum Beispiel die interne Werkzeugkühlung eignen. „Das patentierte System spült automatisch Verunreinigungen und Späne heraus und macht kostspielige Filterreinigungen überflüssig“, erklärt Daisuke Mishima, Leiter von NOP Deutschland. „Durch den Einsatz von YTH können Unternehmen ihre Produktivität durch optimierte Standzeiten, Energiekosten und die längere Lebensdauer ihrer Werkzeugmaschinen deutlich steigern“, so Hydropa-Geschäftsführer Axel Binner. Die Kombination mehrerer Komponenten in einer Kühlschmieranlage soll eine erhöhte Platzersparnis und damit mehr Effektivität und Zuverlässigkeit versprechen.
Das Kühlschmiersystem wird in Japan bereits von Großkunden wie Mitsubishi Heavy Industries oder Suzuki eingesetzt. Darüber hinaus wird es serienmäßig von bedeutenden Werkzeugmaschinenherstellern wie Okuma verwendet. Durch die Kooperation mit Hydropa will NOP Deutschland die YTH-Produkte für vielfältige Einsatzbereiche anbieten, angefangen von Lagerhaltung über technischen Vertrieb bis hin zu europaweitem Service vor Ort.
Flexibilität und Minimierung des Wartungsaufwandes sind die Triebfedern bei der Filtration im Rahmen spanender Metallbearbeitung. Die Ansätze der Hersteller sind grundverschieden, die Auswahl der richtigen Technologie hängt dabei nicht zuletzt vom Produktionsprozess und den individuellen Anforderungen ab. Denn am Ende ist das Ziel der Anwender relativ simpel: eine möglichst schnelle Amortisation der Anschaffungskosten. MM
(ID:43669848)