Fertigungsautomatisierung

Flexibles Fertigungssystem zur Produktion großer Serien

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Weil im Ladebereich oft sowieso schon ein Roboter für das automatische Beladen sorgt sind Unternehmen auf die Idee gekommen, zusätzliche Arbeiten wie Waschen und Entgraten auch diesem Roboter ausführen zu lassen.

Benötigen die Maschinen für die Bearbeitungen deutlich länger als der Roboter für das Be- und Entladen, ist er geradezu prädestiniert für zusätzliche Tätigkeiten. In einer Großserienfertigung mit relativ geringer Teilevarianz sind Aufgaben wie das Entgraten von Teilen ideale Einsatzfelder für Roboter und lassen sich mit nur geringen Mehrkosten realisieren. Letztendlich bedeuten wenige unterschiedliche Teile auch weniger Greifer, weniger Entgratwerkzeuge und auch weniger Programme – zumal das Werkstück schon lagegenau und sicher in der Vorrichtung befestigt ist (Bild 3).

Mit dem automatischen Be- und Entladen sind spezielle Anforderungen an die Vorrichtungen verbunden. Zunächst müssen diese hydraulisch, pneumatisch, mechanisch, elektrisch oder in irgendeiner anderen Form automatisch steuerbar sein. Weitaus wichtiger ist in diesem Zusammenhang jedoch, dass die Vorrichtungen für ein automatisches Beladen geeignet sind und für diese Aufgabe geplant werden.

Kleine Probleme verursachen oft die größten Schwierigkeiten

So sind unter anderem Fragen zu klären wie: Gibt es eine konstruktive Lösung für die Entsorgung der Späne? Wurden potenziell abweichende Aufmaße der Rohlinge berücksichtigt? Kann ein passives Vorspannen eingesetzt werden? Wie erfolgt die Auflagekontrolle? Die Beantwortung solcher und ähnlicher Fragen ist der Schlüssel für ein System, das sich mit geringsten Reibungsverlusten oder sogar problemlos in Betrieb nehmen lässt. Die Erfahrungen aus der Automation belegen immer wieder: Oftmals sind es die zunächst als kleine Hürde eingestuften Probleme, die am Ende die größten Schwierigkeiten verursachen.

So stellt sich beim Einsatz von hydraulischen Vorrichtungen unter anderem die Frage, ob der Druckstand nach dem Beladen und vor der Zuführung zur Bearbeitungsmaschine überprüft werden soll. Eine beladene Vorrichtung kann unter Umständen eine längere Zeit im Palettenspeicher sein, bevor sie an die Maschine zur Bearbeitung kommt.

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