Flurförderzeug-Antriebe Flurförderzeuge werden zu genügsamen Kraftprotzen
Fossile Rohstoffe werden weniger, die Energiekosten immer mehr und Wasserstoff ist auch noch keine Lösung. Daher konzentrieren sich die Flurförderzeug-Hersteller und die Zulieferer zunehmend darauf, ihre Produkte hinsichtlich der Energieeffizienz zu verbessern. Doch nicht alle technisch machbaren Antriebskonzepte sind auch schon alltagstauglich!
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Einer Studie des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) zufolge sind durch den Einsatz energiesparender Techniken Stromeinsparungen von bis zu 27,5 Mrd. kWh jährlich möglich. Dabei spielen – besonders im Flurförderzeugbereich – alternative Antriebskonzepte eine immer wichtigere Rolle. So sind es nicht nur die Staplerhersteller selbst, die ihre Fahrzeuge mit unterschiedlichen Maßnahmen wie Hybridantrieben auf einen sparsamen und umweltgerechten, also energieeffizienten Betrieb trimmen, sondern auch viele Zulieferer, die sich diesem Trend angeschlossen haben.
Hubwagen-Studie mit neuem Energiespeicher- und Antriebskonzept
Eine interessante Studie zeigte die Jungheinrich AG auf der diesjährigen Cemat, der Weltleitmesse für Intralogistik, mit dem dort vorgestellten „Concept 08“. Hierbei handelt es sich um einen Niederhubwagen mit einem völlig neuen Energiespeicher- und Antriebskonzept.
Ausgestattet mit Lithium-Ionen-Batterien zeigt das Fahrzeug, wohin die Tendenz im Flurförderzeugdesign voraussichtlich gehen wird: kompaktere Bauweisen und damit auch komplett neue Fahrzeugkonzepte mit vielen Möglichkeiten zu weiteren ergonomischen Verbesserungen. Gemäß dem ganzheitlichen Ansatz von Jungheinrich „Energie intelligent speichern und effizient nutzen“ ist der „Concept 08“ mit einem hocheffizienten Direktantrieb versehen, einer Weiterentwicklung der bereits sehr effektiven und umweltfreundlichen Drehstromtechnologie.
„Die Technik in unserem Konzeptfahrzeug ist eine echte Alternative zu den noch in der Erforschung befindlichen Antrieben mit Wasserstoff-Brennstoffzellen“, erklärte Dr. Klaus-Dieter Rosenbach, Technik-Vorstand der Jungheinrich AG, jüngst in einem Interview mit der MM-Redaktion – und bringt damit die derzeit wohl am intensivsten geführte Diskussion um zukünftige Antriebssysteme zur Sprache.
Die Brennstoffzellentechnik, heißt es, liefert saubere Energie, und der Betrieb eines Staplers mit Wasserstoff hat keinerlei Schadstoffausstoß zur Folge. Ist der Wasserstoffvorrat im Staplertank aufgebraucht, wird er durch einen kurzen Stopp an der Wasserstofftankstelle wieder aufgefüllt.
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